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15.06.2011

07:06 Uhr

Handelsblatt Exklusiv

Sennheiser profitiert vom mobilen Musikboom

ExklusivBeste Stimmung dürfte auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz von Sennheiser herrschen: Der Musik-Spezialist verbucht das vergangene Jahr als das beste seiner Firmengeschichte. Dafür gibt es gute Gründe.

Drahtlosmikrofone des Mikrofon- und Kopfhörerproduzent Sennheiser. Quelle: dpa

Drahtlosmikrofone des Mikrofon- und Kopfhörerproduzent Sennheiser.

HamburgNach finanziell mageren Jahren in den Wirtschaftskrise legt das Familienunternehmen Sennheiser im Aufschwung deutlich zu. Der Spezialist für hochwertige drahtlose Mikrofone und Kopfhörer verzeichnete 2010 das bisher beste Jahr der 66-jährigen Firmengeschichte. „Wir sind zurück auf einem Kurs dynamischen Wachstums", sagte Sennheisers Vorstandssprecher Volker Bartels dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). „Das Jahr 2010 haben wir mit Rekorden bei Umsatz und Ertrag abgeschlossen.“

Neuer Schwung im professionellen Geschäft mit Audiosystemen und im wachsenden Markt der Kopfhörer für Konsumenten bescheren Sennheiser, Exportquote mehr als 80 Prozent, zweistelligen Zuwachs. Erstmals erzielte das Unternehmen aus Niedersachsen 2010 einen Umsatz von deutlich mehr als 400 Millionen Euro. Die genauen Zahlen des Geschäftsjahres 2010 legt Sennheiser morgen vor.

Der Trend zu hochwertigem Musikgenuss lohnt sich auch unter dem Strich: Der zuletzt geschrumpfte Ertrag vervielfachte sich 2010. Im Jahr 2009 war das operative Ergebnis (Ebit) mit 3,8 Millionen Euro noch mager ausgefallen. Besonders in Asien, wo sich Sennheiser ebenso wie in Europa als Marktführer sieht, ist guter Klang gefragt. „Dort wird Wert auf Qualität und Markenstärke gelegt. Unsere Positionierung passt perfekt“, sagt Bartels.

Insgesamt geht der Trend zum Musikhören unterwegs. „Wir profitieren nicht zuletzt vom Boom der iPods und iPads“, so Manager Bartels über den Erfolg des US-Herstellers Apple.

Von

mcs

Kommentare (1)

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Heinrich

15.06.2011, 09:17 Uhr

Bei dem Umsatz drahtloser Mikrofone hat der Gesetzgeber wohl erheblich mitgeholfen. Wenn von oben runter die Frequenzen gekappt werden, muss jeder in den sauren Apfel beißen und sich ein neues Mikroport mit entsprechendem Empfänger zulegen. Man schätzt eine Neubeschaffung von ca. 700000 Anlagen in Deutschland.

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