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26.01.2010

16:27 Uhr

Handelsblatt-Tagung

IT-Firmen treffen auf Widerstand

VonJens Koenen

Die IT-Anbieter, egal ob Hard- und Software-Hersteller oder Dienstleister, müssen sich auf ein neues Verhältnis zu ihren Kunden einstellen. Das ist eines der wesentliche Ergebnisse der Handelsblatt-Tagung „Strategisches IT-Management“ in München.

Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland.

Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland.

MÜNCHEN. „2010 ist das Jahr eins nach der Krise. Und manches wird nicht mehr so sein, wie wir es gewohnt waren“, sagte Volker Smid, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH, gestern bei der Handelsblatt-Tagung „Strategisches IT-Management“ in München. „Immer schnellere Reaktionszeiten der Unternehmen und steigender Wettbewerbsdruck stellen IT-Organisationen vor ganz neue Herausforderungen“, bestätigte Jürgen Kunz, Managing Director des SAP-Rivalen Oracle und für das Deutschlandgeschäft zuständig

Die Folge für die IT-Anbieter: Einerseits müssen die Unternehmen ihre IT-Kosten weiter senken, andererseits sich aber für die Zukunft rüsten. „Auch wenn die Devise in 2010 für viele CIOs heißt, Kosten sparen, standardisieren und konsolidieren, sind gezielte Investitionen wichtig, um Innovationsfähigkeit und damit Produktivität voranzutreiben und zu optimieren“, glaubt Martin Jetter, der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH.

Die IT-Chefs in den Konzernen müssen unternehmerischer denken

Die Marktforscher der Gartner-Gruppe prognostizieren für das laufende Jahr weltweit IT-Budgets, die um4,6 Prozent auf 3,4 Billionen Dollar steigen werden. In den Augen von Analyse-Chef Richard Gordon ist das für IT-Standards zwar nur ein mäßiges Wachstum, aber immerhin ein Zeichen für eine Erholung. Viel Spielraum für Innovationen bleibt allerdings nicht, weshalb die Budgets der Unternehmen viel kritischer und selektiver vergeben werden. Gartner erwartet deshalb, dass die IT-Chefs künftig viel stärker „unternehmerisch“ denken.

Die IT-Anbieter müssen sich also auf deutlich selbstbewusstere Kunden einstellen. Immer häufiger – auch bei der Handelsblatt-Tagung – fragen sich diese, warum sie selbst mit niedrigen Margen arbeiten, während ihre IT-Lieferanten zweistellige Renditen einfahren. Der Softwarehersteller SAP musste jüngst bei der geplanten deutlichen Preiserhöhung für die Wartung der Software zurückrudern und den öffentlich opponierenden Kunden entgegenkommen.

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