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20.01.2011

09:33 Uhr

Handy-Hersteller

Sony Ericsson verliert den Anschluss

VonHelmut Steuer

Trotz eines Millionengewinns hat der Handy-Hersteller Sony Ericsson enttäuscht. Vor Steuern blieben im vierten Quartal 35 Millionen Euro – weit weniger als Analysten erwartet hatten. Der Handyhersteller droht den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Der Grund: Sony Ericsson leidet unter einem veralteten Produktportfolio.

Smartphones von Sony Ericsson. Reuters

Smartphones von Sony Ericsson.

STOCKHOLM. Der japanisch-schwedische Handyhersteller Sony Ericsson leidet unter einem veralteten Produktportfolio. Das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen Sony und des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson konnte zwar im vergangenen Jahr erstmals nach längerer Zeit wieder einen Gewinn ausweisen, doch verfehlte es die Erwartungen deutlich.

Im vierten Quartal 2010 betrug der Reinerlös acht Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Sony Ericsson mit einem Minus von 167 Millionen Euro tiefrote Zahlen geschrieben. Analysten zeigten sich dennoch enttäuscht, da sie mit einem Gewinn von etwa 56 Millionen Euro gerechnet hatten. „Im Prinzip waren fast alle Zahlen schlechter, als wir erwartet haben“, sagte Greger Johansson vom Stockholmer Marktforscher Redeye. Auch der Umsatz sank im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal auf 1,5 (1,6) Milliarden Euro.

Produkte sind zu lang auf dem Markt

Auch der durchschnittliche Verkaufspreis im letzten Quartal vergangenen Jahres von 146 Euro lag zwar gegenüber dem Vorjahrespreis von 119 Euro höher, verfehlte aber die Schätzungen, die von 150 Euro ausgingen. Das Problem des Unternehmens, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, ist seine Langsamkeit.

Auch Sony-Ericsson-Chef Bert Nordberg räumte ein, dass sein Konzern schneller neue Geräte auf den Markt bringen muss. Unter seiner Führung hat Sony Ericsson mehrere Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android auf den Markt gebracht. Doch die erfolgreichsten Geräte sind seit fast einem Jahr auf dem Markt – zu lang in der schnelllebigen Handybranche. Deshalb sank der Weltmarktanteil auf nur noch drei Prozent.

In den kommenden Monaten will das Unternehmen eine Reihe neuer Modelle präsentieren, unter anderem vermutlich ein Gerät mit Funktionen der Sony Playstation.

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