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28.10.2011

00:00 Uhr

Handyhersteller

Trotz Smartphone-Boom fährt Motorola Verluste ein

Der Apple-Rivale Motorola Mobility erlebt ein boomendes Smartphone-Geschäft, aber musste herbe Verluste im dritten Quartal einstecken. Dabei ist der Umsatz um 11 Prozent gestiegen und andere Geschäfte waren protabel.

Analysten hatten einen höheren Verlust bei Motorola Mobility erwartet. Reuters

Analysten hatten einen höheren Verlust bei Motorola Mobility erwartet.

Libertyville Während Apple gigantische Gewinne mit seinem iPhone einfährt, verliert der Rivale Motorola Mobility anhaltend Geld. Trotz eines boomenden Smartphone-Geschäfts verlor das Unternehmen im dritten Quartal 32 Millionen Dollar (22 Mio Euro) und damit fast soviel wie im Vorjahreszeitraum. Dabei war der Umsatz um 11 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar geklettert, wie Motorola am Donnerstag nach Börsenschluss erklärte.

Die Zahl der verkauften Handys stieg auf 11,6 Millionen Stück, darunter waren 4,8 Millionen der teuren und damit für den Hersteller besonders lukrativen Smartphones. Zum Vergleich: Apple schlug in der gleichen Zeit 17,0 Millionen iPhones los und verdiente auch dank iPad und Mac-Computern unterm Strich 6,6 Milliarden Dollar.

Motorola wurden die hohen Kosten zum Verhängnis, etwa für die Entwicklung neuer Modelle wie der modernen Interpretation des einstigen Verkaufsschlagers Razr. Analysten hatten allerdings einen doppelt so hohen Verlust erwartet. Neben Handys produziert Motorola auch noch Set-Top-Boxen fürs Kabelfernsehen. Dieses Standbein ist weiterhin profitabel. Es dürfte eines der letzten Male gewesen sein, dass Motorola als eigenständiges Unternehmen seine Geschäftszahlen vorlegt.

Der Internetkonzern Google will das Branchenurgestein für 12,5 Milliarden Dollar schlucken, um damit seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft abzusichern. Motorola verfügt über Tausende Patente, die Google in Auseinandersetzungen mit Apple oder Microsoft über sein Smartphone-Betriebssystem Android gut gebrauchen kann. Wettbewerbshüter und Motorola-Aktionäre müssen aber noch ihr Okay für den Kauf geben.

Von

dpa

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