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28.12.2015

14:58 Uhr

Hasso-Plattner-Institut

Zahl schwerer Sicherheitslücken bei Software steigt

Weltweit hat es 2015 weniger Software-Sicherheitslücken gegeben als im Vorjahr. Doch die Zahl schwerer Lücken ist einer Analyse zufolge gestiegen. Es gibt aber Möglichkeiten, den Schutz möglichst hoch zu halten.

Um die eigene Software zu schützen, sollten Nutzer sie immer auf dem neuesten Stand halten. dapd

Software weist häufiger schwere Sicherheitslücken auf

Um die eigene Software zu schützen, sollten Nutzer sie immer auf dem neuesten Stand halten.

PotsdamWeltweit sind 2015 nach Angaben des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Potsdam weniger Software-Sicherheitslücken im Vergleich zum Vorjahr gemeldet worden. Die Zahl schwerer Lücken sei der Analyse zufolge allerdings von fast 1800 auf gut 2000 gestiegen.

Vorsicht sei auch weiterhin geboten. Um Schwachstellen zu beseitigen, sollten immer alle Möglichkeiten genutzt werden, Software, Browser und Betriebssystem auf dem aktuellen Stand zu halten, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel. Insgesamt ermittelten die Forscher in diesem Jahr 5350 Schwachstellen, 2014 waren es noch rund 7200.

Hackerangriffe auf staatliche Einrichtungen

März 2011

Kriminelle stehlen 24.000 Dokumente mit Daten des US-Verteidigungsministeriums. Nach offiziellen US-Angaben sind die Hacker im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes in Rechner einer Vertragsfirma des Pentagons eingedrungen.

Juni 2011

Es wird bekannt, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) Opfer einer Cyber-Attacke geworden ist. Medienberichten zufolge gab es einen Angriff auf das System, in dem hochvertrauliche Daten über die Finanzsituation verschiedener Länder gespeichert sind.

Juli 2011

Bundespolizei und Zoll in Deutschland werden Opfer eines Hacker-Angriffs. Die Gruppe „No-Name Crew“ hat nach eigenen Angaben von einem Rechner der Bundespolizei Daten der Zollfahndung gestohlen und ins Internet gestellt.

Februar 2012

Hacker legen für mehrere Stunden die Website des US-Geheimdienstes CIA lahm. Auch Internetseiten der Vereinten Nationen, eines mexikanischen Bergbau-Verbandes und des US-Bundesstaates Alabama werden angegriffen.

März 2014

Mehrere Internetseiten der Nato werden stundenlang durch Hackerangriffe lahmgelegt. Die „Integrität der Datensysteme der Nato“ sei dadurch nicht beeinträchtigt worden, erklärt die Organisation.

Januar 2015

Hacker verschaffen sich Zugang zum Twitter- und zum YouTube-Konto des US-Zentralkommandos Centcom mit Sitz in Tampa (Florida). Centcom koordiniert unter anderem die Luftschläge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien.

Juni 2015

Die Personalbehörde der US-Regierung unterrichtete nach eigenen Angaben etwa vier Millionen Amerikaner über einen möglichen Diebstahl sensibler Daten. Hinter dem massiven Cyberangriff werden Medien zufolge Hacker aus China vermutet.

Das Institut sammelt nach eigenen Angaben in einer Datenbank alle wesentlichen Informationen über Software-Sicherheitslücken und Probleme. Auf einer Website bietet das HPI Nutzern an, per Selbstdiagnose kostenlos den eigenen Browser auf Schwachstellen überprüfen zu lassen. Eine Erweiterung der Selbstdiagnose auf weitere installierte Software sei geplant, hieß es.

Von

dpa

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