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30.05.2012

15:49 Uhr

„Herausfordernde Lage“

Blackberry hat die Krise noch nicht überstanden

Absatzeinbruch, Verlust und Stellenabbau - für den einst erfolgreichen Blackberry-Hersteller Research In Motion kommt es knüppeldick. Investmentbanker sollen helfen, einen Ausweg aus dem Schlamassel zu finden.

Banken sollen den Blackberry-Hersteller RIM wieder auf Kurs bringen. Reuters

Banken sollen den Blackberry-Hersteller RIM wieder auf Kurs bringen.

WaterlooDie Krise beim Blackberry-Hersteller Research In Motion verschärft sich weiter. Im auslaufenden Geschäftsquartal droht wieder ein Verlust, Spekulationen über weiteren Stellenabbau machen die Runde. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins holt jetzt Investmentbanker als Berater ins Haus. Das ist oft der erste Schritt zu einem Verkauf. Die ohnehin schwer gebeutelte Aktie brach am Mittwoch vorbörslich um mehr als zehn Prozent ein.

„Unsere finanzielle Lage wird auch in den kommenden Quartalen herausfordernd bleiben“, warnte Heins. Blackberry steht selbst im besten Fall noch eine monatelange Durststrecke bevor. Die ersten Geräte mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 sollen erst Ende des Jahres auf den Markt kommen. Bis dahin muss RIM die Zeit mit älteren Modellen überbrücken, die in der Gunst der Kunden immer tiefer sinken.

Den Marktforschern vor Gartner zufolge schrumpfte der Blackberry-Anteil am Smartphone-Geschäft im ersten Quartal auf 6,9 Prozent - von 13 Prozent noch ein Jahr zuvor. RIM versucht, unter anderem mit Preissenkungen und einem Schwerpunkt auf Wachstumsmäkrte wie Indien gegenzusteuern. Blackberry 10 ist der große Hoffnungsträger, mit dem RIM verlorenen Boden wieder gutmachen will. Eine Vorabversion wurde auf einer Entwicklermesse Anfang des Monats gezeigt.

Angesichts der schwierigen Lage holte sich RIM die Hilfe von JPMorgan Chase und der Royal Bank of Canada, wie das Unternehmen bekannt gab. Die Banker sollen dabei helfen, RIM wieder in die Spur zu bringen - möglicherweise auch durch Kooperationen. Selbst über einen Verkauf war zuletzt immer wieder spekuliert worden. Dabei wurde an der Börse etwa Facebook als möglicher Käufer gehandelt. Medienberichten zufolge arbeitet das Soziale Netzwerk gerade an einem eigenen Smartphone. RIM war zuletzt weniger als sechs Milliarden Dollar wert.

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