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17.01.2008

12:34 Uhr

Hersteller von Computerzubehör

Logitech glänzt im Weihnachtsgeschäft

Der weltgrößte Computerzubehör-Hersteller Logitech hat trotz der nicht mehr ganz so ausgabefreudigen US-Konsumenten im Weihnachtsgeschäft so viel umgesetzt und verdient wie noch nie. Analysten hatten sich allerdings noch mehr erhofft.

HB ZÜRICH. Der Reingewinn legte in dritten Quartal 2007/08 um mehr als 40 Prozent auf 134 Mill. Dollar zu und der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 744 Mill. Dollar, wie das schweizerisch-amerikanische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Vor allem die gute Nachfrage nach multifunktionalen Fernbedienungen, Tastaturen und Computermäusen habe dazu beigetragen. Der operative Gewinn sei um 17 Prozent auf 116 Mill. Dollar gewachsen. Analysten hatten bei 764 Mill. Dollar Umsatz mit 138 Mill. Dollar Reingewinn gerechnet.

Im Quartal von Oktober bis Ende Dezember mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft erzielt Logitech üblicherweise rund ein Drittel seines Jahresumsatzes und etwa 40 Prozent des Betriebsgewinns. Nachdem die Einzelhandel in der Adventszeit in den von Rezessionsängsten geplagten USA aber so schlecht lief wie seit fünf Jahren nicht mehr, warnten einige Marktbeobachter, dass eventuell auch Logitechs Webcams und iPod-Lautsprecher nicht mehr so häufig den Weg unter die Weihnachtsbäume finden könnten. Seit Jahresbeginn war die Aktie um knapp ein Viertel eingebrochen. Zum Börsenstart am Donnerstag schnellte sie vorübergehend um sieben Prozent nach oben und pendelte sich am Morgen dann bei einem Plus von zwei Prozent auf 32,50 Franken ein.

Kepler-Analyst Roger Steiner zeigt sich ernüchtert: "Der Einzelhandelsverkaufs-Trend in den Bereichen Audio und Video ist enttäuschend. Bedenklich sei das mit neun von 17 Prozent im Quartal davor nur noch halb so große Umsatzwachstum in den USA.

Der zu Jahresbeginn angetretene neue Konzernchef Jerry Quindlen streicht die positiven Seiten des Quartals hervor: "Wir sind mit unserer Leistung im dritten Quartal sehr zufrieden." Umsatz und die Bruttomarge von knapp 37 Prozent seien auf dem besten jemals erreichten Niveau gewesen, und insbesondere die relativ teure Allzweckfernbedienung "Harmony" sei gut gelaufen und lasse erahnen, wie das "digitale Zuhause" aussehen werde. Der Betriebsgewinn solle im noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr nun um mehr als 20 statt bisher genau 20 Prozent zulegen, während unverändert ein Umsatzplus von 15 Prozent angestrebt werde. Für das kommende Jahr werden wie bereits bekannt jeweils Steigerungen von 15 Prozent für Umsatz und Betriebsgewinn angepeilt.

Logitech wurde vor über 25 Jahren in den Schweiz gegründet und ist maßgeblich für den Siegeszug der Maus auf jedem Computer-Schreibtisch verantwortlich. Heute sitzt das Management in Silicon Valley.

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