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31.10.2014

08:37 Uhr

Hewlett-Packard

3D-Drucker ist die neue große Hoffnung

VonAxel Postinett

Hewlett-Packard will sich neu erfinden: Der kriselnde Computerkonzern hat einen 3D-Drucker und einen PC mit 3D-Scanner vorgestellt. Das Gerät kann auch Objekte in Farbe fertigen – wenn es endlich marktreif ist.

Neuer Computer Sprout: Der Scanner oben am Monitor kann dreidimensionale Objekte erfassen. Reuters

Neuer Computer Sprout: Der Scanner oben am Monitor kann dreidimensionale Objekte erfassen.

San FranciscoDer PC-Hersteller Hewlett-Packard sucht noch nach seiner Rolle in der neuen Technologiewelt. Ein Zukunftsgeschäft könnte der 3D-Druck sein: Der Konzern stellte diese Woche einen PC mit 3D-Scanner und kostengünstige Drucker vor, die 3D-Objekte auch in Farbe fertigen sollen. Während der PC schon im November auf den Markt kommt, hängen die 3D-Drucker aber noch in den Laboren in Palo Alto fest.

Die Druckersparte war einmal der Goldesel für Hewlett-Packard (HP). Drucker und Verbrauchsmaterial wie Papier, Tinte und Laserkartuschen spielten all die Milliarden Dollar in die Kasse, mit denen all die kostspieligen Übernahmen von Compaq bis Authonomy finanziert wurden.

Doch sie konnten das älteste High-Tech-Unternehmen des Silicon Valley am Ende auch nicht retten. HP verliert im PC-Markt gegen Lenovo laufend Marktanteile, die Margen im Druckbereich schrumpfen. HP-Chefin Meg Whitman räumt ein, die Ziele nicht wie geplant erreichen zu können. Jetzt wird sie HP in zwei Teile aufspalten. Auf der einen Seite die PC- und Druckersparte, und auf der anderen Seite das Geschäft mit der Cloud und Unternehmenssoftware. Die Aktionäre des alten Konzerns bekommen die Aktien der beiden Teile vor die Füße geschmissen und sollen dann selbst entscheiden, was sie damit machen.

Das Festhalten an der Hardware-Sparte aus Druckern und PCs könnte sich als die bessere Option erweisen. Vor allem wenn das, was nun in New York vorgestellt wurde, bei den Kunden ankommt, findet HP mit dem Rücken zur Wand zu alter Stärke zurück.

Fusion werden sie genannt, die neuen 3D-Drucker, die sich vor allem an Unternehmen richten. Laut HP werden die Geräte, deren Preis noch nicht feststeht, mit mehreren Materialien gleichzeitig und in Farbe drucken. Das wäre ein Meilenstein in der Industrie.

Von Kleidung über Schuhe bis zu Autoteilen und mehr werden in Zukunft aus dem Drucker kommen. Das Ersatzteil für den Motor wird dann nicht mehr im Laden beim Hersteller bestellt, sondern gleich in der passenden Farbe ausgedruckt. HP erhofft sich eine nahtlose Übertragung der in Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen mit Tintenstrahl-Druckern auf die neue Welt. Die Weiterentwicklung der vorhandenen Tintenstrahl-Technologie erspart viel Aufwand und Zeit.

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