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26.01.2005

23:00 Uhr

Höherer Verlust

Vergleich belastet Intershop-Ergebnis

Wegen Rückstellungen nach einem Vergleich in einem US-Rechtsstreit erwartet der defizitäre Jenaer Softwarehersteller Intershop Communications im Geschäftsjahr 2004 einen höheren Verlust als bislang vorausgesagt. Zugleich gab das Unternehmen die erfolgreiche Ausgabe von Teilschuldverschreibungen bekannt.

HB BERLIN. Im wesentlichen wegen der Rückstellungen von voraussichtlich 2,3 Mill. € für den Vergleich rechne Intershop nun im Geschäftsjahr mit einem Verlust von bis zu 8,7 Mill. €, teilte das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss in einer Pflichtveröffentlichung mit. Im Oktober hatte Intershop noch einen Verlust zwischen 4,5 und 5,5 Mill. € erwartet. Die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Jahr 2004 wolle das Unternehmen am 10. Februar veröffentlichen. Intershop habe sich zu dem Vergleich in einem Sammelklageverfahren in den USA entschlossen, um eine weitere aufwendige Prozessführung mit ungewissem Ausgang zu vermeiden, hieß es. Dabei sei es um angeblich unrichtige Angaben des Unternehmens im Jahr 2000 gegangen.

Aus der im November angekündigten Null-Kupon-Wandelanleihe seien Schuldverschreibungen im Wert von 10,4 Mill. € gezeichnet worden, teilte Intershop weiter mit. Mit dem erreichten Zeichnungsvolumen von mehr als fünf Mill. dieser Papiere sei die Voraussetzung für die erfolgreiche Ausgabe der Wandelanleihe erfüllt. Intershop-Aktien hatten Mittwoch an der Börse in Frankfurt entgegen dem allgemeinen Trend mit 1,50 € um knapp 12,8 % höher geschlossen.

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