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05.11.2012

09:40 Uhr

Hohe Kosten

Umbau belastet Gewinn bei QSC

Der Umbau zum IT-Dienstleister kostet QSC viel Geld. Doch trotz weniger Gewinn und Umsatzrückgang bestätigte Firmenchef Schlobohm die Prognose für das laufende Jahr. Bei den Anlegern ist das auf Wohlwollen gestoßen.

Die Kölner Computerfirma QSC ging im Jahr 2000 an die Börse. PR

Die Kölner Computerfirma QSC ging im Jahr 2000 an die Börse.

Düsseldorf/FrankfurtDer Wandel zum IT-Anbieter und die damit verbundenen Kosten haben Umsatz und Ergebnis von QSC auch im dritten Quartal belastet. Der Betriebsgewinn (Ebitda) sei im Zeitraum von Juli bis Ende September auf 20,4 Millionen Euro von 20,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gesunken, teilte das Kölner Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz ging auf 120,5 Millionen von 128,3 Millionen Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten bei 122 Millionen Euro Umsatz mit einem Betriebsgewinn von 20,1 Millionen Euro gerechnet.

Gleichzeitig konnte QSC eine umsatzstarke Neuorder verbuchen: Ein bundesweiter Energiedienstleister lagere seine Telefon- und Dateninfrastruktur an das Unternehmen aus, teilte QSC mit. Mit 89,2 Millionen Euro habe das Unternehmen daher den höchsten Auftragseingang seiner Geschichte erzielt.

Firmenchef Bernd Schlobohm bekräftigte die - im August leicht gestutzte - Prognose für das laufende Jahr, was die Anleger mit Wohlwollen aufnahmen. Die im TecDax notierte Aktie legte zu Handelsbeginn um bis zu vier Prozent auf 2,08 Euro zu. Die Zahlen lägen leicht über seinen Erwartungen, schrieb DZ Bank-Analyst Karsten Oblinger in einem Kommentar. QSC rechnet 2012 mit einem Umsatz von bis zu 490 Millionen Euro und einer operativen Rendite (Ebitda-Marge) von mindestens 16 Prozent. Im dritten Quartal war sie auf 17 Prozent geklettert.

QSC baut seine Geschäfte derzeit um: Statt wie früher im hart umkämpften DSL-Markt mit Dumpingpreisen um jeden Kunden zu kämpfen, konzentriert sich die Firma auf Geschäftskunden, denen zunehmend IT-Lösungen wie Speicherdienste in Rechenzentren (Cloud Computing) angeboten werden. Große Kunden des gut 1400 Mitarbeiter starken Unternehmens sind Müller-Milch, der Herrenausstatter Wormland und der ADAC.

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Wegen der hohen Anlaufkosten sank der Überschuss im zweiten Quartal um ein Viertel.

Doch der Umbau kostet Geld, weil in neue Produkte und Dienste investiert werden muss, Anlaufkosten für neue Aufträge anfallen und auch Ausgaben für die Integration der im Vorjahr übernommenen Hamburger Beratungsfirma Info AG zu Buche schlagen.

Das klassische Telekommunikationsgeschäft sieht Schlobohm weiter "erheblich unter Druck". Er rechnet im Dezember zudem mit einer weiter verschärften Regulierung, was bei QSC zu Umsatzeinbußen von 25 bis 30 Millionen Euro jährlich führen und auch Auswirkung auf das Ergebnis haben könnte.


Von

rtr

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