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06.08.2013

09:50 Uhr

Hoher Gewinn

Online-Netzwerk Xing beschleunigt Wachstum

Der Gesamtumsatz des Karriere-Netzwerks Xing ist um 15 Prozent gestiegen – dank der Zusatzangebote für Arbeitgeber zur Mitarbeiteranwerbung. Auch gegen die US-Konkurrenz konnte sich das Unternehmen bislang gut behaupten.

Der Gesamtumsatz der Burda-Tochter Xing stieg im zweiten Quartal auf 20,9 Millionen Euro. dpa

Der Gesamtumsatz der Burda-Tochter Xing stieg im zweiten Quartal auf 20,9 Millionen Euro.

MünchenDas Karriere-Netzwerk Xing ist dank seiner Zusatzangebote für Arbeitgeber zur Mitarbeiteranwerbung stark gewachsen. Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 20,9 Millionen Euro, wie die Tochter des Medienkonzerns Burda am Dienstag mitteilte. Besonders stark legte der Geschäftsbereich „E-Recruiting“ zu, den Xing jüngst mit dem Zukauf des Arbeitgeberbewertungsportals Kununu gestärkt hatte.

Im ersten Vierteljahr hatte Xing seine Erlöse um elf Prozent auf 19,6 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn schoss im zweiten Quartal dank kostenpflichtiger Angebote um 30 Prozent auf 2,7 Millionen Euro in die Höhe. Xing hat knapp 13,5 Millionen Mitglieder, darunter 825.000 zahlende Nutzer höherwertiger Angebote.

Das im Technologieindex TecDax notierte Unternehmen konnte sich bisher gut gegen die US-Konkurrenz behaupten. Während es dem einst größten deutschen Freundes-Netzwerk StudiVZ über Jahre nicht gelang, die Abwanderung seiner Mitglieder zu Facebook zu stoppen, hat Xing sich in seiner Nische gut eingerichtet.

Die zweite Reihe hinter Facebook

Xing

Das Karriere-Netzwerk Xing gehört zu den Frühstartern im Social Web, schon 2003 ging es (damals noch unter dem Namen OpenBC) an den Start, seit 2006 ist es an der Börse notiert. Ende 2012 übernahm das Medienunternehmen Burda die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Zuletzt hatte Xing laut AGOF-Statistik in Deutschland rund 4,8 Millionen Besucher im Monat.

Google+

Das Soziale Netzwerk von Google zählt zu den Spätstartern, es ist erst seit dem Sommer 2011 online. Da der Internet-Riese es mit seinen anderen Diensten verknüpft, ist die Reichweite binnen kurzer Zeit aber schon deutlich gestiegen. Die AGOF erhebt keine Zahlen, laut Comscore waren es im Frühjahr 2013 aber beachtliche 6,7 Millionen Nutzer. Allerdings ist unklar, wie viele diesen Dienst ernsthaft nutzen.

Stayfriends

Mehr eine Datenbank als ein Soziales Netzwerk ist Stayfriends: Auf der Website können Nutzer ehemalige Mitschüler suchen, sortiert nach Schule und Jahrgang. Wer alle Funktionen nutzen will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Laut AGOF hat der Dienst monatlich rund 4,1 Millionen Besucher.

Wer-kennt-wen

Das Netzwerk Wer-kennt-wen will alte Bekannte wieder zusammenbringen. Mittlerweile gehört es vollständig zur RTL-Gruppe. Die Reichweite ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, die AGOF zählte zuletzt nur noch 2,6 Millionen Besucher im Monat.

Twitter

Der Kurzmeldungsdienst Twitter hat in Deutschland deutlich an Popularität gewonnen. Im März 2013 hatte er laut Comscore 3,7 Millionen Nutzer. Mittlerweile dürften es noch einige mehr sein.

VZ-Netzwerke

Der Absturz ist dramatisch: Einst waren die VZ-Netzwerke das größte Social-Media-Angebot in Deutschland, mittlerweile redet kaum noch einer davon. Im Herbst 2012 verkaufte Eigentümer Holtzbrinck die Netzwerke an die Investment-Gesellschaft Vert Capital. SchülerVZ ist inzwischen geschlossen, StudiVZ und MeinVZ sind noch online, haben aber eine ungewisse Zukunft.

Für viele Berufstätige in Deutschland ist der Anbieter aus Hamburg die Nummer eins. Das merkt auch der ebenfalls auf berufliche Kontakte ausgerichtete US-Rivale Linkedin, der hierzulande noch keine kritische Masse an Nutzern erreichen konnte. Marktführer Facebook hat weltweit rund 1,2 Milliarden Mitglieder.

Von

rtr

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