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19.03.2013

13:05 Uhr

Hoher Verlust

BBC verkauft Verlag von „Lonely Planet“

Er gehört in das Gepäck von jedem Rucksackreisenden: Ein Lonely Planet Reiseführer. Nun verkauft die BBC den legendären Reiseverlag mit hohem Verlust. Kritik kommt von allen Seiten.

Das Aufsichtsgremium der Rundfunkanstalt, der BBC Trust, hat eine Untersuchung des Lonely-Planet-Desasters in Auftrag gegeben. Reuters

Das Aufsichtsgremium der Rundfunkanstalt, der BBC Trust, hat eine Untersuchung des Lonely-Planet-Desasters in Auftrag gegeben.

LondonDie britische BBC verkauft den legendären Reiseverlag Lonely Planet und macht damit ein großes Verlustgeschäft. Der US-Medienkonzern NC2 Media zahlt dem kommerziellen Arm der Rundfunkanstalt 51,5 Millionen Pfund (60,1 Millionen Euro), wie die BBC Worldwide am Dienstag mitteilte. Das ist rund 60 Prozent weniger als die Briten insgesamt bei den Ankäufen 2007 und 2011 gezahlt haben. Der Verlag passe nicht mehr in die Strategie, hieß es. Kritik an dem Verlust-Deal wies BBC Worldwide zurück. Als man Lonely Planet gekauft habe, sei die wirtschaftliche Lage noch ganz anders gewesen.

BBC Worldwide war bereits beim Kauf der Reisebuch-Serie, die vor allem bei Rucksacktouristen Kult-Status genießt, auf Gegenwind gestoßen. Die Sparte ist normalerweise dafür zuständig, BBC-Produktionen gewinnbringend zu vermarkten. Das Aufsichtsgremium der Rundfunkanstalt, der BBC Trust, hat eine Untersuchung des Lonely-Planet-Desasters in Auftrag gegeben.

Die Reisebuchreihe „Lonely Planet“ war Anfang der 1970er Jahre von den Australiern Tony und Maureen Wheeler in deren Küche in Melbourne ins Leben gerufen worden. Sie verarbeiteten darin ihre eigenen Reiseerfahrungen. Bis heute wurden rund 120 Millionen Bücher in 11 Sprachen gedruckt. Einige der Bücher sind auch auf Deutsch erschienen. In den vergangenen Jahren hatte sich der Verlag vor allem auf den Ausbau des digitale Geschäfts konzentriert.

Von

dpa

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