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28.12.2013

00:47 Uhr

Icahn abgeschmettert

Apple wehrt sich gegen Aktienrückkauf

Carl Icahn bekommt seinen Willen erst mal nicht. Der Verwaltungsrat von Apple stimmte gegen einen Rückkauf von Aktion im großen Stil, wie der Großinvestor lautstark fordert. Apple-Chef Tim Cook steht dennoch unter Druck.

Carl Icahn setzt Apple unter Druck. Reuters

Carl Icahn setzt Apple unter Druck.

CupertinoApple will sich vom streitlustigen Großinvestor Carl Icahn nicht zu einem noch größeren Aktienrückkauf drängen lassen. Der Verwaltungsrat des kalifornischen iPhone-Herstellers empfahl den Aktionären am Freitag in einer Börsenmitteilung, auf der anstehenden Hauptversammlung gegen einen entsprechenden Vorschlag Icahns zu stimmen.

Icahn verlangt, dass das Management im laufenden Geschäftsjahr Anteilsscheine im Wert von mindestens 50 Milliarden Dollar (36,4 Mrd Euro) zurückkauft.

Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr eigene Aktien im Wert von 23 Milliarden Dollar erworben. Insgesamt will Apple bis 2015 rund 100 Milliarden Dollar an die Anteilseigner ausschütten - neben dem laufenden Aktienrückkauf auch über Dividenden. Der milliardenschwere Großaktionär Icahn trommelt jedoch seit Monaten lautstark immer wieder dafür, dass noch mehr Geld fließt.

Apple-Chef Tim Cook hatte sich zwischenzeitlich schon mit Icahn getroffen, um über dessen Forderungen zu reden. Cook steht unter Druck, weil der Aktienkurs ein Fünftel unter dem Allzeithoch notiert.

Ein Rückkauf treibt gewöhnlich den Preis. Allerdings fehlt Cook derzeit das Geld. Denn der Großteil der durchaus vorhandenen Apple-Milliarden liegt im Ausland. Holt Cook das Geld in die USA, muss er zunächst hohe Steuern darauf entrichten.

Von

dpa

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