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21.03.2016

15:29 Uhr

iMessage

US-Forscher finden Schwachstelle in Apple-Verschlüsselung

Mitten im Streit zwischen Apple und der US-Regierung um das Entsperren von iPhones haben US-Forscher von einer Lücke in der Verschlüsselung berichtet, über die Angreifer auf Fotos und Videos zugreifen könnten.

Forscher berichten von einer Lücke in der Verschlüsselung verschickter Fotos und Videos beim Kurzmitteilungsdienst iMessage. dpa

Verschlüsselungslücke bei Apple

Forscher berichten von einer Lücke in der Verschlüsselung verschickter Fotos und Videos beim Kurzmitteilungsdienst iMessage.

WashingtonMitten in einem heftigen Streit zwischen Apple und der US-Regierung um das Entsperren von iPhones haben US-Forscher von einer Lücke in der Verschlüsselung berichtet, über die Angreifer auf einige verschickte Fotos und Videos zugreifen könnten. Die Schwachstelle stecke in der Krypto-Technologie von Apples hauseigenem Kurzmitteilungsdienst iMessage, erläuterten die Experten der Johns Hopkins University in der „Washington Post“ von Montag. Apple erklärte, die Lücke sei im aktuellen Mobil-Betriebssystem iOS 9 teilweise geschlossen worden und solle demnächst in der Version 9.3 endgültig dichtgemacht werden.

Die Forscher brauchten mehrere Monate, um die Verschlüsselungs-Lücke am Beispiel eines Fotos nachzuweisen. Sie nahmen dabei eine ältere Version des iOS-Systems ins Visier. Die Schwachstelle bestand dem Bericht zufolge letztlich darin, dass das Telefon es zuließ, den 64-stelligen Krypto-Schlüssel zu dem Foto durch eine Vielzahl von Versuchen zu erraten.

Die Gerüchte ums neue iPhone

iPhone, iPad Pro und Watch-Zubehör

Welche Produkte Apple voraussichtlich vorstellen wird, ist bereits durchgesickert: das iPhone SE mit Vier-Zoll-Bildschirm, ein iPad Pro mit 9,7-Zoll-Bildschirm und neue Armbänder für die Watch. Das Augenmerk liegt auf dem Smartphone.

Ähnlichkeiten mit dem iPhone 5s

Das iPhone SE dürfte einige Ähnlichkeiten mit dem Modell 5s haben. So hat der Bildschirm das handliche Vier-Zoll-Format, zudem hat das Gehäuse ebenfalls ein relativ eckiges Design. Das Gerät ist vermutlich auch in gold und rosa erhältlich.

Neue Prozessoren für Siri

Im Inneren arbeitet aktuelle Hardware: Es kommen die gleichen Prozessoren wie im iPhone 6s zum Einsatz, die auch die „Hey Siri“-Funktion ermöglichen - mit einem Kommando lässt sich die Sprachsteuerung aktivieren.

Verbesserte Kamera mit Live-Fotos

Auch die Kamera des iPhone SE soll deutlich besser sein als die des 5s. Sie ermöglicht Live-Fotos mit kurzen Animationen. Ob die Auflösung acht oder zwölf Megapixel beträgt, können die Apple-Auguren bislang nicht zuverlässig sagen.

Kein 3D Touch

Die 6s-Modelle des iPhone verfügen über Bildschirme, die unterschiedliche starke Eingaben registrieren können. Mit einem festen Druck öffnet sich beispielsweise ein Kontextmenü. Das neue Modell SE soll diese 3D Touch genannte Funktion jedoch nicht haben.

Günstiger aber nicht billig

Wie viel kostet das iPhone SE? Die Spekulationen reichen von 450 bis 550 Dollar – die Euro-Beträge werden vermutlich ähnlich ausfallen. Allerdings hat der Konzern in der Vergangenheit bereits häufiger mit seinen hohen Preisen überrascht.

Eine modifizierte Version der Attacke hätte auch in späteren iOS-Systemen funktioniert, dies würde aber Hacker-Ressourcen erfordern, die nur Staaten zur Verfügung stünden, sagte Projektleiter Matthew Green der „Washington Post“. Zugleich zeige der Fall aber, dass auch mit großem Aufwand aufgebaute Verschlüsselung nicht unfehlbar sei und es daher besonders gefährlich wäre, zusätzliche Hintertüren für Ermittlungsbehörden zu schaffen.

Apple ist von einer Richterin in Kalifornien angewiesen worden, dem FBI beim Entsperren des iPhones eines toten Attentäters zu helfen. Unter anderem soll Apple eine Software entwickeln, die es möglich macht, beliebig viele Passwort-Kombinationen auszuprobieren. Sonst löscht sich der Inhalt des Telefons nach zehn falschen Eingaben.

Von

dpa

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