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21.04.2015

11:48 Uhr

Immowelt und Immonet

Kartellamt versöhnt sich mit Axel Springer

Die beiden Immobilienportale Immowelt und Immonet dürfen sich zusammenschließen. Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben. Marktführer bei den deutschen Immobilienplattformen bleibt allerdings ein anderer.

Auch im Internet gehen Kunden auf die Suche nach Immobilien. Immonet und Immowelt gehören zu den drei größten Plattformen auf dem deutschen Markt. dpa

Immobiliensuche

Auch im Internet gehen Kunden auf die Suche nach Immobilien. Immonet und Immowelt gehören zu den drei größten Plattformen auf dem deutschen Markt.

BonnDas Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss der beiden Immobilienportale Immowelt und Immonet genehmigt. Eine „erhebliche Behinderung“ sei nicht zu befürchten, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Dienstag.

Marktführer bleibe auch nach dem Zusammenschluss der zweit- und der drittgrößten Immobilienplattform in Deutschland das Portal Immobilienscout. Möglich sei sogar, dass sich der Wettbewerb zum Marktführer durch den Zusammenschluss intensiviere, erklärte Mundt.

Wer im Ausland nach deutschen Immobilien sucht

Die ausländischen Käufer

Deutsche Immobilienvertriebe verkaufen bereits bis zu 40 Prozent ihrer Wohnungen an Kapitalanleger im Ausland. Die Suche ist Dank Internet einfach. Die Motive der Käufer sind unterschiedlich. Manche suchen schlicht nach einer Ferienwohnung. Anleger aus Krisenländern dagegen suchen oft nach Möglichkeiten, ihr Geld zu retten. Die Mitglieder der folgenden Staaten suchen im Internet am häufigsten nach deutschem Betongold. Quelle: realbest.de

Polen

Anzahl der Suchanfragen: 1450

Frankreich

Anzahl der Suchanfragen: 1290

USA

Anzahl der Suchanfragen: 650

Brasilien

Anzahl der Suchanfragen: 420

Italien

Anzahl der Suchanfragen: 230

Schweden

Anzahl der Suchanfragen: 190

Spanien

Anzahl der Suchanfragen: 160

Portugal

Anzahl der Suchanfragen: 120

Immowelt und Immonet sollen zur Immowelt Holding AG fusionieren. Axel Springer, zu dessen Tochter Digital Classifieds die Immonet-Gruppe gehört, zahlt eigenen Angaben zufolge etwa 131 Millionen Euro für Immowelt.

In der Vergangenheit war Axel Springer durchaus mit Übernahmeversuchen beim Kartellamt gescheitert. So misslang die Übernahme des Fernsehssender ProSieben 2005 wegen kartellrechtlicher Bedenken. Medienrechtlich war das Vorhaben allerdings unbedenklich, entschied acht Jahre später das Bundesverwaltungsgericht.

Chef der neuen Immowelt Holding AG wird Carsten Schlabritz. Immonet kündigte am Dienstag an, Geschäftsführer Christian Maar verlasse das Unternehmen zum 30. April.

Von

afp

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