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01.08.2011

06:20 Uhr

In der Zentrale

Telekom streicht bis zu 1600 Stellen

VonSandra Louven

ExklusivIm Machtzentrum der Telekom in Bonn geht die Angst um. Der Vorstandsvorsitzende René Obermann plant im Rahmen des laufenden Sparprogramms umfangreiche Entlassungen - in Führungspositionen.

Die Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn. Quelle: dpa

Die Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn.

DüsseldorfIn dem Bemühen die Kosten zu senken, packt Telekomchef René Obermann jetzt ein besonders heißes Eisen an: Er streicht in den kommenden Jahren bis zu 1 600 Stellen in der Bonner Zentrale. Das sind knapp acht Prozent aller Posten in der Konzernverwaltung.

Das Vorhaben ist brisant, denn von den Kürzungen ist vor allem das gehobene Management betroffen. „Da gibt es einen unglaublichen Wasserkopf“, heißt es in Konzernkreisen.

Die Kürzungen sind Teil der Mittelfristplanung des Konzerns, die bis zum Jahr 2015 läuft. Die Telekom bestätigte dem Handelsblatt, dass es Kürzungspläne für die Zentrale gibt. „Im Rahmen des laufenden Sparprogramms ’Save for Service’ schauen wir uns auch Funktionen in der Zentrale an“, sagte ein Sprecher. Zum Umfang wollte er sich nicht äußern.

Mit ihrem Sparprogramm Save for Service hat die Telekom von 2007 bis 2010 insgesamt 8,3 Milliarden Euro eingespart. Im ersten Halbjahr sind Konzernkreisen zufolge 900 Millionen Euro hinzugekommen. Die Telekom legt am Donnerstag ihre Halbjahreszahlen vor. Der Großteil der Einsparungen stammt aber nicht aus dem Personalabbau, sondern aus Synergien.

Die geplanten Streichungen in der Zentrale werden zunächst mehr Kosten verursachen als senken. In Konzernkreisen heißt es, für die bis zu 1 600 betroffenen Mitarbeiter rechne man wegen ihrer hohen Positionen mit Abfindungen von 200 000 bis 250 000 Euro pro Person. Damit kämen auf die Telekom Personalabbaukosten von 320 bis 400 Millionen Euro zu.

Im Bonner Machtzentrum geht bereits die Angst um. Betroffen von den Streichplänen sind die drei Einheiten Personal, Finanzen und der Bereich des Vorstandsvorsitzenden Obermann selbst.

Kommentare (6)

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Norbert

01.08.2011, 08:17 Uhr

Stellen werden gestrichen - immer noch besser, als wenn MENSCHEN entlasssen werden.
Das werden in naher Zukunft auch bei anderen Firmen noch viel mehr werden !
Warum wohl ?
Wir haben doch voll den AUFSCHWUNG!!!!
Die Menschen schlafen und lassen sich weiterhin mit Lügen einlullen, während die korrupten Politiker das Land weiter in den Abgrund treiben - dafür sind sie eingestellt !
Zwar nicht vom Volk - aber dem ist es wohl eh schei.....egal !!!!!!!!

Account gelöscht!

01.08.2011, 08:58 Uhr

leider helfen nur 1600 stellen dem müden aktienkurs recht wenig weiter. 16000 wären da schon weit hilfreicher.

Obermann

01.08.2011, 09:05 Uhr

wird doch wohl nicht gleich wieder seine beiden Quotenweiber entlassen ?

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