Handelsblatt

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12.12.2013

08:30 Uhr

In eigener Sache

Alle Mann an Deck

Wände raus, mehr Farbe, die Mitarbeiter in einem freien Raum: Das neue „Kreativdeck“ in der Zentrale der Verlagsgruppe Handelsblatt bietet das Umfeld für die Suche nach einem neuen Medienbegriff.

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Handelsblatt Kreativdeck: Ein Raum für neue Ideen

Video: Handelsblatt Kreativdeck: Ein Raum für neue Ideen

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DüsseldorfEinige Monate lang hatten Handwerker in der fünften Etage der Düsseldorfer Zentrale der Verlagsgruppe Handelsblatt gearbeitet. Im halben Stockwerk rissen sie Wände ein, schafften viele Einzelbüros ab und schufen eine große Fläche, auf der ein Team aus Marketing- und Kommunikationsexperten enger zusammenrückt. Das Ziel: Neue Werbeformen für Kunden finden und „aus Werbung etwas machen, das die Leute tatsächlich interessiert“, so Handelsblatt-Geschäftsführer Gabor Steingart am Mittwochabend zur Eröffnung des „Kreativdeck“.

Es sei Beton weggeräumt und gleichzeitig Bretter vor den Köpfen entfernt worden, sagte Steingart weiter. Über eine lange Glaswand, die etwa einen Konferenzraum von dem großen Büroraum abtrennt, steht der Spruch: „Wir sind keine Tochterfirma der Holzindustrie, sondern eine Gemeinschaft zur Verbreitung des wirtschaftlichen Sachverstands.“ Der Satz müsse jeden Morgen gebetet werden. Das Motto biete Raum, um auch ausgefallene Ideen in Angriff zu nehmen.

Wie Kreativität funktionieren kann, erläuterte die Designerin und Unternehmerin Jette Joop den rund 150 Gästen. Sie beklagte allerdings, dass es in Deutschland „immer noch ein Misstrauen gegenüber Kreativen gebe“. Immer werde ihnen hinterher gerechnet, gleichzeitig aber auf die großen Ideen gehofft.

Den angestrebten Fortschritt werden die Mitarbeiter der Vermarktungsabteilung „360°“ des Verlags – sie werden die etliche der etwa zwei Dutzend Arbeitsplätze nutzen – immer vor Augen haben. An der Kopfseite des Raums ist in voller Raumhöhe ein hinterleuchtetes Bild der Marsoberfläche angebracht. Darauf läuft ein Astronaut umher. Das Bild solle „Weitblick, Technologie und Aufbruch“ symbolisieren, so Innenarchitektin Claudia de Bruyn.

In der obersten Etage des Gebäudes hatten zuvor unter anderem Controller ihre Büros. Diese seien „aus dem Paradies vertrieben worden, um es zu erhalten“, scherzte Steingart. Kreativität dürfe am Ende aber kein anderes Wort für Verluste sein.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

12.12.2013, 11:18 Uhr

Zitat : Sie beklagte allerdings, dass es in Deutschland „immer noch ein Misstrauen gegenüber Kreativen gebe“.

- die GRÖßTE Kreativität hat das Handelsblatt an den Tag gelegt mit den Kommentarmöglichkeiten an Wochenenden und zu späteren Abendzeiten, in dem man hier ganz einfach den Hahn zugedreht hat !

Erbärmlich hier von noch mehr Kreativität zu sprechen ! !

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