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01.04.2014

17:38 Uhr

In eigener Sache

Chefredaktion des Handelsblatts verstärkt sich digital

Oliver Stock, Chefredakteur von Handelsblatt Online, rückt ab sofort in die Chefredaktion des Handelsblatts auf. Damit wird er der erste Onlinejournalist in der Chefredaktion seit Gründung der Zeitung.

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

Was vom Tage bleibt

Handelsblatt-Online-Chefredakteur Oliver Stock.

DüsseldorfDie Verlagsgruppe Handelsblatt beruft Oliver Stock (48), den Chefredakteur von Handelsblatt Online, in die Chefredaktion des Handelsblatt. Unter Leitung von Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs führt Stock gemeinsam mit Sven Afhüppe und Thomas Tuma die Gesamtredaktion. Mit diesem Schritt wächst die Bedeutung des digitalen Bereichs für Deutschlands Wirtschaft- und Finanzzeitung.

„Print und Online gehören zusammen wie Überschrift und Vorspann. Was liegt da näher als eine einheitliche Redaktionsleitung? Es kommt nicht darauf an, über die digitale Welt zu reden, sondern sie zu verändern“, sagt Jakobs. Oliver Stock ergänzt: „Welche Geschichte wir erzählen und wie wir die beste Dramaturgie dafür schaffen, ist zuerst eine Frage des Themas und dann der Kanäle. Das entscheiden wir gemeinsam. Gedankliche und räumliche Nähe machen das Ergebnis besser. Das gilt auch für uns in der Chefredaktion.“

Oliver Stock kam im Jahr 2000 zum Handelsblatt und war Auslandskorrespondent und auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Leiter des Ressorts „Finanzen“ in Frankfurt, bevor er im Juni 2011 die Führung von Handelsblatt Online übernahm. Der studierte Historiker und Volkswirtschaftler kommt ursprünglich von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und war vor seiner Tätigkeit beim Handelsblatt Sprecher im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr.

Seit er die Online-Redaktion übernommen und ausgebaut hat, verdoppelte sich die Reichweite von Handelsblatt Online auf rund 90 Millionen Zugriffe und 19 Millionen Visits pro Monat. Mittlerweile gehört das Portal zu den führenden Nachrichtenseiten in Deutschland und erwirtschaftete im vergangenen Jahr aus eigener Kraft einen Gewinn. 2012 und 2013 wählten Leser Handelsblatt Online zur besten Finanzen-Website des Jahres.

Das Handelsblatt hat seine digitalen Aktivitäten in den letzten Jahren massiv ausgebaut. Heute umfassen die Angebote neben Handelsblatt Online auch das Handelsblatt ePaper und Handelsblatt Live, eine eigene App, die vergangenes Jahr auf den Markt gebracht wurde. Mit der Beförderung von Oliver Stock zum Mitglied der Chefredaktion des gesamten Blattes geht die Verlagsgruppe diesen Weg konsequent weiter.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

01.04.2014, 18:16 Uhr

Als (noch) treuer Abonnent wünsche ich Ihnen andere Schlagzeilen - und insbesondere andere Journalisten. Morgens: Juchu, die Börse jubelt. Abends, schade nichts gewesen.
So sieht vielleicht journalistische Freiheit aus, aber keineswegs journalistische Qualität. Das ist Bildzeitungsniveau, wie Ihr Hr. mit dem griechischen Namen jeden Tag von Neuem auf dem Börsenparkett beweist.

Account gelöscht!

01.04.2014, 18:53 Uhr

Glückwunsch.
Es ist anzunehmen, dass das Handelsblatt die wachsende Bedeutung der Onlinemedien erkannt hat.
Ganz besonders, möchte ich Blogs, Kommentare u.ä hervorheben.
Kommentare und Diskussionen zu manchen Artikeln findet ich gelegentlich noch interessanter: Man fühlt die Meinungsvielfalt, die bei manchen Themen, wie etwa die Krise in der Ukraine, weder in den Printmedien, noch in der Fernsehlandschaft zu finden ist.
Wenn die Meinungen auch nicht repräsentativ sind, so sind ein erfrischender Gegensatz zur Meinungseinheitsbrei aus den Elfenbeitürmen von ZDF, ARD, N-TV, N-24, ARTE etc. Ein „Fußvolk“ dem man ständig eine Meinung macht, wagt zu denken, ja anders zu denken. Ein Volk, dass eine Gehirnwäsche widersteht ist mir lieber als ein Volk, dass mir einer Stimme, nämlich der der Stimmungsmacher spricht.
Eine Einheitsmeinung, etwa über Putin, deren Vertreter, jeden, der punktuelle eine abweichende Position als „Putin-Versteher“ dem Mob zur freien Diffamierung zum Fraß wirft, muss zwangsläufig einige Zuhörer weg von etablierten, sog. „main stream“ Medien treiben. Blogs und Kommentare geraten fast zur Protestbewegung.

Nun zur Beförderung von Herrn Stock: Auch wenn einige Kommentatoren sich immer wieder beschwert haben, dass einige Beiträge gelöscht wurden, ist Herrn Stock und dem Handelsblatt zu Gute zu halten, dass sie eine Plattform für unzensierte Bürgermeinungsvielfalt bieten. Gelegentlich, sind einige Beiträge im Ton und Form „zensiert würdig“. Gelegentlich ist die Grenze fließend. Im großen und ganzen aber kann ich nicht erkennen, dass eine Konsens egal in welcher Richtung herbei moderiert wird. Es bleibt zu hoffen, dass die Beförderung von Herrn Stock nicht zu einer „Potenzkastration“ wird: Ihn mit Macht ködern um anschließend einer Art „Staatsräson“ für Chefredakteure zu unterwerfen.

Account gelöscht!

02.04.2014, 15:17 Uhr

Doch, man kann durchaus gratulieren. Das HB Online steht im nationalen und internationalen Vergleich sehr gut da.

Das journalistische Niveau ist zweifelsfrei hoch, auch wenn die Motzköpfe in den Leserspalten gerne das Gegenteil behaupten.

Auch die gratis Serviceleistungen für Investoren können sich sehen lassen. Wo sonst auf der Welt kann man sich z.B. zeitnah über Analystenmeinungen informieren?

Es wurden viele richtige Entscheidungen getroffen. V.a. hat man der Versuchung widerstanden, die Gratisdienste abzuschaffen oder zu verwässern, so wie das u.a. in den USA seit ein paar Jahren die Regel ist. Gerade nach dem Niedergang der FTD hätte das Handelsblatt ja sein Gratisangebot einschränken können um nach schnellen Gewinnen zu fischen.

So aber macht´s das HB Online richtig: Die Masse bei Laune halten, die bezahlenden Kunden verwöhnen.

Gar nichts wäre gewonnen, wenn man die Masse beleidigt vergraulen würde, denn das Internet funktioniert nun mal anders: Ein wenig "Wohlfahrt mit Augenmass" für die Trittbrettfahrer ist für ein modernes Massenmedium notwendig und auch sinnvoll.

Wermutstropfen: Der Vorschlag neulich, dass Leser nur noch unter echtem Namen schreiben dürfen, war ein totales Missverständnis. Anstatt die Volksseele auszuloten wären dann die politisch korrekten Selbstprofilierer am Zuge, die langweiliges bla-bla von sich geben. Die wenigsten Leute wären dann noch so dämlich, ihre ehrliche Meinung zu sagen, um sich hinterher auf Facebook Anfeindungen auszusetzen, oder in 4 Jahren beim Bewerbungsgespräch auf politische Meinungen angesprochen zu werden.

Wie schrieb doch Henrik Gade Jensen, der Blogger bei JyllandsPosten, hier im Februar: Er sei gegen anonymes Wistleblowing, denn das sei ja eine Bankrotterklärung für die Demokratie. "Andererseits würde ich keinem je empfehlen, sich öffentlich zu irgend einem kontroversen Thema zu äussern. Das Risiko ist zu gross und der Gewinn gleich Null. Die Wahrheit kommt nie dem zugute, der sie auszusprechen wagt."


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