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29.01.2015

09:17 Uhr

Infineon

Chiphersteller legt glänzende Zahlen vor

Gute Laune bei Infineon: Der Chipabsatz vor allem über die Autoindustrie läuft prächtig, der Konzern ist selbst bei unsicherer Marktlage gut aufgestellt. Und auch der schwache Euro erfreut die Bayern.

Infineon startet mit starken Zahlen ins neue Geschäftsjahr. dpa

Infineon startet mit starken Zahlen ins neue Geschäftsjahr.

MünchenDer schwache Euro sorgt beim Chipkonzern Infineon für gute Laune. Die Bayern haben im vergangenen Quartal besser wegen des verhältnismäßig starken Dollars und geringerer Kosten für ihre Konzernzentrale besser abgeschnitten als vorausgesagt. Der Umsatz kletterte binnen Jahresfrist um 15 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Überschuss stieg um gut die Hälfte auf 136 Millionen Euro.

Aber auch operativ habe sich sein Haus gut geschlagen, erklärte Vorstandschef Reinhard Ploss. Die Betriebsrendite lag beim langfristigen Zielwert von 15 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Chips für die Automobilindustrie brummte. Insbesondere die deutschen Nobel-Anbieter hätten groß bei Infineon eingekauft.

Aber auch der Absatz von Steuerungschips für Netzgeräte von Smartphones und Tablets sei ungebrochen hoch. „Wir sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Ploss. „Infineon ist richtig aufgestellt, um auch mit Unsicherheiten in unseren Märkten umzugehen.“ Die Übernahme des US-Rivalen International Rectifier werde sein Haus weiter beflügeln.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Für das gesamte Geschäftsjahr sagte Ploss ohne den Beitrag der Amerikaner ein Umsatzplus von 12 Prozent bei einer operativen Rendite von an die 15 Prozent voraus. Eine Prognose mit den integrierten Zahlen von International Rectifier will Infineon Anfang Mai vorlegen.

Von

rtr

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