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02.05.2013

13:06 Uhr

Infrastruktur-Nutzung

Telefonica kauft sich ins Turbo-Internet der Telekom

Deutsche Telefonica-Kunden sollen die Option haben, bis 2019 ins DSL-Netz der Telekom zu wechseln. O2 will die besonders schnelle Vectoring-Technologie mitnutzen. Bisher gibt es noch kein grünes Licht vom Kartellamt.

Firmensitz von O2 in München: Die Tochter der spanischen Telefonica will mit der deutschen Telekom kooperieren. dpa

Firmensitz von O2 in München: Die Tochter der spanischen Telefonica will mit der deutschen Telekom kooperieren.

FrankfurtTelefonica Deutschland („o2“) setzt bei der nächsten Generation von superschnellen Internet-Anschlüssen auf die Deutsche Telekom. Telefonica habe mit dem Bonner Konzern einen Vorvertrag über die Nutzung der Telekom-Internetinfrastruktur geschlossen, teilten beide Unternehmen am Donnerstag mit. Die Vereinbarung ermögliche Telefonica, nicht nur wie bisher VDSL-Anschlüsse mit 50 MBit/s anzubieten, sondern auch die doppelt so schnelle Vectoring-Technologie, die die Telekom derzeit ausbaut. Dazu werde die Tochter des gleichnamigen spanischen Telefonriesen schrittweise ihre eigenen DSL-Kunden auf das Netz der Telekom überführen. Der Prozess solle bis 2019 dauern. Der Start der Zusammenarbeit ist – falls das Kartellamt grünes Licht gibt – für kommendes Jahr geplant.

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Die Telekom darf ihr Breitbandnetz ausbauen. Die Bundesnetzagentur erteilte dem Unternehmen jetzt die Genehmigung - unter Auflagen. Mit dem sogenannten „Vectroring“ wird die Übertragungsgeschwindigkeit deutlich gesteigert.

Telefonica war 2009 mit der 900 Millionen Euro teuren Übernahme von Hansenet ins Festnetzgeschäft eingestiegen. Gegründet 1995 als Breitband-Anbieter für Hamburg, entwickelte sich Hansenet über die Jahre dank des Marketing-Erfolgs von „Alice“ und Zukäufen zu einem der größten DSL-Betreiber des Landes. Gegen die preisaggressiven Kabelanbieter hat das Unternehmen derzeit aber kein Rezept - die Kunden wandern ab.

Von

dpa

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