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22.01.2003

10:30 Uhr

Initiative des Internetverbandes Eco

Landesweites W-Lan-Netz geplant

Die deutsche Mobilfunkbranche steht womöglich vor einschneidenden Veränderungen. Nach Informationen der „Berliner Zeitung“ diskutieren Internet-Unternehmen, Gerätehersteller und Datenfunkanbieter erstmals eine Zusammenschaltung so genannter Wireless-Lan-Sender in Deutschland zu einem landesweiten Mobilfunknetz.

vwd BERLIN. Auf Initiative des Internetverbandes Eco beraten Vertreter von rund 40 Unternehmen, darunter auch Konzernvertreter von Siemens, Microsoft, Intel und Cisco, über die Einführung einer einheitlichen Abrechnungsplattform für die Anbieter von W-Lan-Datenfunkdiensten, heißt es in dem am Dienstag erschienenen Bericht.

Als Ziel schwebe den Gesprächsteilnehmern vor, die über 800 bestehenden W-Lan-Funkzellen in ganz Deutschland zusammenzufassen. „Wir wollen aus W-Lan ein Geschäftsmodell machen, mit dem auch die mittelständische Wirtschaft Geld verdienen kann“, zitiert die Zeitung Eco-Verbandsgeschäftsführer Harald A. Summa. Damit erwüchse den Mobilfunkkonzernen eine extrem leistungsfähige und preiswerte UMTS-Konkurrenz. W-Lan-Funkkarten seien anders als UMTS-Handys technisch ausgereift und gehörten in fast allen tragbaren Computern zur Standardausrüstung. Sendestationen für wenige hundert EUR erlaubten es, mit bis zu 27-facher UMTS-Geschwindigkeit im Internet zu surfen.

Betreiber müssen zudem für eine W-Lan-Funkfrequenz nicht zahlen. Das verbillige die Aufbaukosten des Datenfunks und versetze selbst kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage versetzt, lokale Mobilfunkdienste anzubieten. Eine gemeinsame Abrechnungsmöglichkeit für alle W-Lan-Zugangsanbieter könnte zu neuen Geschäftsmodellen führen, glaubt Summa.

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