Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.01.2008

14:53 Uhr

„Innovative Lösungen“ gesucht

Nokia und NRW gründen Arbeitsgruppe gegen Arbeitslosigkeit

Der finnische Handy-Hersteller Nokia und die nordrhein-westfälische Landesregierung wollen gemeinsam nach „innovativen Lösungen für die Zukunft des Nokia-Standortes Bochum“ suchen. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo hatte Gespräche über „innovative Lösungen“ für den Standort Bochum angeboten. An seinem Vorhaben, das Handywerk zu schließen, will er aber nicht rütteln lassen.

HB DÜSSELDORF. Das haben NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) und Kallasvuo am Montag bei einem Treffen in Düsseldorf vereinbart. Das Unternehmen und die Landesregierung wollten zu diesem Zweck sofort ein Arbeitsteam einsetzen, hieß es in einer vom Ministerium verbreiteten Vier-Punkte-Erklärung. Thoben hatte den Nokia-Manager in ihrem Ministerium getroffen. An dem Gespräch nahm auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Hartmut Schauerte (CDU), teil.

Bundes- und Landesregierung legten großen Wert darauf, dass die Nokia-Unternehmensleitung „kurzfristig in ausführliche Gespräche mit dem Betriebsrat eintritt und bereit ist, auch dessen Vorstellungen für den Standort zu erörtern“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Bund und Land wollten die Suche nach einer positiven Lösung für Nokia und die Mitarbeiter weiterhin konstruktiv begleiten. Dem Treffen müssten weitere Gespräche folgen.

Zumindest ein kleiner Teil der Belegschaft des Bochumer Nokia-Werkes darf sich Hoffnung auf Weiterbeschäftigung machen. Der Handyhersteller verhandele derzeit über den Verkauf seines Automobilzulieferers mit dem Finanzinvestor Equitiy Partners und dem ehemaligen Bereichsleiter Razvan Olosu, teilte Nokia am Montag mit. Der Vertrag könne möglicherweise in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Olosu erklärte, sein Ziel sei, die Nokia-Autosparte in Deutschland und den USA auszubauen.

Nokia hatte vor zwei Wochen überraschend die Schließung seines Handywerkes in Bochum zur Jahresmitte angekündigt. Der größte Teil der Produktion soll in ein neues Werk nach Rumänien verlagert werden. Davon betroffen sind 2300 fest Angestellte und 1000 Leiharbeiter. 300 Mitarbeiter könnten aber ihre Arbeitsplätze behalten, sollten die Bereiche Automobilzubehör sowie Forschung und Entwicklung wie geplant verkauft werden können.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×