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08.02.2006

13:26 Uhr

Inside: AMD

Auf Augenhöhe angekommen

VonJoachim Hofer

Die dunklen Zeiten sind noch gar nicht so fern: 2002 bezahlte der amerikanische Chiphersteller AMD jeden Dollar Umsatz mit 50 Cent Verlust. Die Erlöse brachen ein, der Aktienkurs rauschte in den Keller. Dennoch gab sich Vorstandschef Hector Ruiz ausgesprochen zuversichtlich.

MÜNCHEN. Er sah AMD bereits auf gutem Weg zu einer Führungsposition in der Branche. Nicht wenige Analysten und Journalisten hielten das für völlig vermessen.

Heute zeigt sich, dass nicht nur Zweckoptimismus Ruiz zu seiner gewagten Prognose veranlasste. Denn mittlerweile hat sich AMD zum ernst zu nehmenden Konkurrenten des Marktführers Intel gemausert. Die Grundlage dafür schuf AMD just im Katastrophenjahr 2002. Damals entwickelten die Kalifornier den 64-bit-Prozessor „Opteron“, der die vorherrschende 32-bit-Generation ablösen sollte. Als der Opteron 2003 auf den Markt kam, war AMD nach Ansicht vieler Experten dem Rivalen Intel erstmals technisch überlegen.

Prozessoren sind Herz und Hirn der Computer gleichzeitig. Bis in die jüngste Zeit hat Intel diesen wichtigen Markt fast nach Belieben beherrscht. Selbst der einzige Wettbewerber AMD produzierte noch mit Intel-Lizenzen. Erst ab Mitte der 90er Jahre änderte sich das allmählich. Damals forcierte AMD die Eigenentwicklung.

Der große Durchbruch ließ allerdings auf sich warten. Er gelang erst im letzten Weihnachtsgeschäft. Der AMD-Marktanteil kletterte im vierten Quartal um gut ein Fünftel auf 21,4 Prozent. Den Ausschlag gaben unter anderem neue Zwei-Kern-Prozessoren, die denen von Intel nach Ansicht von Kunden klar überlegen sind. Solche Prozessoren werden die bisherigen Produkte in diesem Jahr auf breiter Front ablösen, da sie bei höherer Leistung weniger Energie verbrauchen.

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