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04.06.2013

14:59 Uhr

Insiderinformation

Lenovo plant Smartphone-Partnerschaft

Der Computer-Riese Lenovo möchte sein Smartphone-Geschäft ausbauen und ist auf der Suche nach einem Partner. Insider berichten von einem möglichen Vertrag mit dem Konzern NEC. Lenovo will aber keine Namen nennen.

Insider glauben, dass Lenovo mit NEC zusammenarbeiten wird. Reuters

Insider glauben, dass Lenovo mit NEC zusammenarbeiten wird.

HongkongDer chinesische Computer-Hersteller Lenovo sucht zum Ausbau seines Smartphone-Geschäfts einen Partner. Einem Insider zufolge verhandeln die Chinesen mit dem japanischen Elektronik-Konzern NEC über eine entsprechende Gemeinschaftsfirma.

Lenovo teilte am Dienstag lediglich mit, Gespräche über eine Zusammenarbeit bei Smartphones zu führen, ohne jedoch den möglichen Partner zu nennen. Ein NEC-Sprecher wollte keine Stellungnahme zu Lenovo abgeben, räumte aber Probleme mit dem Mobilfunkgeschäft ein: „Deshalb prüfen wir verschiedene Möglichkeiten.“ Auf dem Heimatmarkt ist Lenovo bereits der zweitgrößte Smartphone-Hersteller.

Unterdessen warben Lenovo-Finanzchef Wong Wai Ming und weitere Top-Manager in Singapur bei Investoren für eine Anleihe des Unternehmens. Damit könnte der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller rund 500 Millionen Dollar einnehmen. Für geplante Zukäufe könne Lenovo leicht auf drei bis vier Milliarden Dollar zurückgreifen, sagte Analyst Warren Lau von Maybank Kim Eng. Außer an NECs Mobilfunksparte wird Lenovo noch Interesse an dem Server-Geschäft von IBM sowie an dem strauchelnden Nokia -Konzern oder dem Blackberry -Hersteller nachgesagt.

Lenovo hat in den vergangenen Jahren Milliarden an Dollar in die Hand genommen und sich IBMs PC-Sparte, die deutsche Medion sowie den brasilianischen Elektronik-Konzern CCE einverleibt. Damit sind die Chinesen auf dem PC-Markt bis dicht an den Branchenprimus Hewlett-Packard herangerückt. Angesichts des Booms von Tablet-Computern und Smartphones hatte Lenovo-Chef Yuanqing Yang bereits angekündigt, auch in dieser Sparte ganz oben mitmischen zu wollen und künftig Samsung und Apple die Stirn zu bieten.

Von

rtr

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