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28.11.2012

16:34 Uhr

Insolvente Agentur

dapd stutzt Sport- und Videodienst zusammen

Die Insolvenz der Nachrichtenagentur dapd sorgt für massive Stellenstreichungen im Sport- und Videodienst. 98 Mitarbeitern ist bereits gekündigt worden. Zudem droht ein Gerichtsstreit mit der US-Agentur AP.

Der Noch-Eigentümer der insolventen Nachrichtenagentur dapd, Martin Vorderwülbecke. dapd

Der Noch-Eigentümer der insolventen Nachrichtenagentur dapd, Martin Vorderwülbecke.

BerlinDie insolvente deutsche Nachrichtenagentur dapd fährt ihren Sport- und Videodienst deutlich zurück und strukturiert die regionale Berichterstattung aus den Bundesländern um. Wie die mit der Öffentlichkeitsarbeit betraute Consulting-Firma Hering Schuppener am Mittwoch in Berlin mitteilte, sollte im Verlaufe des Tages für 98 der 299 Mitarbeiter in den von der Insolvenz betroffenen Unternehmensteilen die Kündigung ausgesprochen werden.

Neben einer Verkleinerung der Führungsebene gebe es „wesentliche Einschnitte“ in der Sport- und Videoredaktion, hieß es in der Mitteilung. Die Sportberichterstattung soll demnach nur noch einen deutlich verminderten Umfang haben. Konkrete Zahlen zu den Stellenstreichungen in den einzelnen Ressorts wollte das Unternehmen nicht nennen.

Die Landesdienste sollen demnach „eine wichtige Säule der Agentur“ bleiben, allerdings sollen die derzeit nach 14 Bundesländern gegliederten Dienste künftig in drei sogenannten Clustern - Nord/West, Süd und Ost - zusammenarbeiten. Nähere Angaben zur möglichen Schließung von Landesbüros wollte die Beratungsfirma nicht machen. „Die konkrete Struktur wird sich jetzt erst zeigen“, hieß es. Gleichzeitig wolle dapd sein Nachrichtenangebot stärker als bisher an den digitalisierten Nachrichtenmarkt anpassen.

Der Betriebsrat und der alleinige Geschäftsführer und Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht erstellten den Angaben zufolge einen Sozialplan. „Wir haben alles daran gesetzt, den Personalabbau so gering wie möglich zu halten und konnten zwei Drittel aller Stellen erhalten“, erklärte von der Fecht. Mit der Restrukturierung solle eine Basis für die langfristige Stabilisierung der Nachrichtenagentur geschaffen werden.

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