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12.09.2011

17:52 Uhr

Insolventer Handybauer

BenQ-Gläubiger erhalten Geld zurück

Weitere 30 Prozent des von ihnen geforderten Geldes erhalten Gläubiger des insolventen Handybauers BenQ zurück. Ein Großteil des Geldes kann aber derzeit noch nicht abgerufen werden, weil Daten der Ex-Mitarbeiter fehlen.

Das Beten von BenQ-Insolvenzverwalter Martin Prager scheint sich für die Gläubiger gelohnt zu haben. dpa

Das Beten von BenQ-Insolvenzverwalter Martin Prager scheint sich für die Gläubiger gelohnt zu haben.

MünchenDie Gläubiger des insolventen Handybauers BenQ Mobile erhalten abermals Geld zurück. Der Gläubigerausschuss habe die Zahlung von weiteren 30 Prozent der angemeldeten Forderungen genehmigt, teilte Insolvenzverwalter Martin Prager am Montag mit. Somit steige die Ausschüttungsquote auf insgesamt 65 Prozent.

Allerdings kämpft Prager mit Schwierigkeiten, den Betroffenen das Geld zukommen zu lassen. Viele einstige Beschäftigte der ehemaligen Siemens-Handysparte hätten im Gläubigerverzeichnis ihre Steueridentifikationsnummer nicht hinterlassen. Nur mit dieser ID könnten die Ex-Mitarbeiter an ihr Geld gelangen. Prager forderte die Opfer der Pleite auf, sich gegebenenfalls bei ihm zu melden.

Dass BenQ Mobile die ungewöhnlich hohe Ausschüttungsquote erreicht, geht vorwiegend auf die Unterstützung von Siemens zurück. Der Konzern hatte die einstige Siemens Mobile 2005 nach Taiwan verkauft, nur zwei Jahre später war die Handysparte unter der Führung des heute unter Qisda firmierenden Unternehmens pleite. Nach dem Kollaps war Siemens mit 255 Millionen Euro eingesprungen, um die Folgen abzufedern.

Von

rtr

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