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21.02.2013

19:14 Uhr

Insolventer Verlag

Hunderte FR-Mitarbeiter sollen in Transfergesellschaft wechseln

Wenige Tage vor dem Ende der Finanzierung durch die Gläubiger schafft die Insolvenzverwaltung der „Frankfurter Rundschau“ Fakten. Nach jetzigem Stand würden nur 28 von rund 450 Mitarbeitern von einem Investor übernommen.

Nach jetzigem Stand würden nur 28 von rund 450 FR-Mitarbeitern von einem Investor übernommen. Reuters

Nach jetzigem Stand würden nur 28 von rund 450 FR-Mitarbeitern von einem Investor übernommen.

FrankfurtDie Insolvenzverwaltung der „Frankfurter Rundschau“ hat den meisten Mitarbeitern der traditionsreichen Zeitung den Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. Sie würden nach derzeitigem Stand der Angebote von keinem der möglichen Investoren übernommen, hieß es am Donnerstag weiter. Wenige Tage, bevor die Gläubiger ihre vereinbarte Finanzierung beenden, werden damit erste Klarheiten geschaffen.

Betroffen sind laut FR-Betriebsrat nicht nur 337 Mitarbeiter in Druckerei und Verlag, sondern weitere 60 bis 70 Beschäftigte aus den Tochtergesellschaften. Bislang würden lediglich 28 Mitarbeiter aus der Redaktion von einem der beiden möglichen Investoren, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) übernommen, sagte Betriebsrat Marcel Bathis auf Anfrage weiter. Die Kündigungen sollen am kommenden Montag zugestellt werden.

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Die Zukunft des linksliberalen Traditionsblattes muss sich nach Angaben von Insolvenzverwalter Frank Schmitt bis Ende des Monats entscheiden. Sein Sprecher Ingo Schorlemmer hatte zuletzt mitgeteilt, die Gläubiger könnten sich sehr wahrscheinlich nicht auf eine Verlängerung der befristeten Finanzierung einlassen.

Über eine FR-Übernahme muss auch das Kartellamt entscheiden, das die Angebote der Investoren prüft. Die FAZ hat an der FR-Druckerei in Neu-Isenburg kein Interesse. Der türkische Verleger Burak Akbay würde dagegen nach eigenen Angaben 110 Mitarbeiter behalten, 80 davon im Verlag und 30 in der Druckerei. Nach Angaben aus Redaktionskreisen ist sein Angebot allerdings ebensowenig ausreichend wie die Art der Kaufpreisfinanzierung.

Die „Frankfurter Rundschau“ hatte im November angesichts hoher Verluste Insolvenz angemeldet. Hauptgesellschafter sind die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Sarina

21.02.2013, 19:23 Uhr

Ja, das ist das Schicksal der Gutmenschen, die politisch korrekt bis zum Geht-nicht-mehr ihre verlogenen Presseerzeugnisse einem weitgehend wissenden Publikum für die Wahrheit verkaufen wollten. Ich bin sehr froh, dass es mit der FR so gekommen ist, weitere Gazetten werden folgen, wenn sie sich nicht bald eines Besseren besinnen!

aufmerksamer_Leser

25.02.2013, 18:28 Uhr

Verehrtes Handelsblatt,
unter "Auflagen überregionaler Zeitungen in Deutschland"
wird die FTD noch aufgeführt. Ist euere Stärke nicht das Recherieren und Prüfen von Informationen?

aufmerksamer_Leser

25.02.2013, 18:48 Uhr

auweia.... nun hab ich mir ein eigenes Bein gestellt,
es muss natürlich "Recherchieren" heißen ;-)

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