Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.11.2012

13:26 Uhr

Insolvenz „Frankfurter Rundschau“

Betriebsrat warnt vor Folgen für „Berliner Zeitung“

Sollte die Frankfurter Rundschau nach dem Insolvenzantrag tatsächlich eingestellt werden, hätte das Auswirkungen auf die „Berliner Zeitung“. Dort wird bisher der überregionale Zeitungsteil gemeinsam produziert.

Die „Frankfurter Rundschau“, deren Mantelteil in einer Redaktionsgemeinschaft mit der „Berliner Zeitung“ entsteht, hat Insolvenz angemeldet. Mehr als 500 Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft. dpa

Die „Frankfurter Rundschau“, deren Mantelteil in einer Redaktionsgemeinschaft mit der „Berliner Zeitung“ entsteht, hat Insolvenz angemeldet. Mehr als 500 Mitarbeiter stehen vor einer ungewissen Zukunft.

FrankfurtDas drohende Aus für die Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ kann nach Ansicht des Betriebsrates Folgen für die „Berliner Zeitung“ haben. „Wenn die "FR" eingestellt werden sollte, würde die gemeinsame Mantelproduktion keinen Sinn mehr machen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Marcel Bathis am Mittwoch in Frankfurt/Main. „Das hätte dann massive Auswirkungen auf die bisherigen Redaktionsgemeinschaften.“

Seit 2011 wird der Mantel der „Frankfurter Rundschau“ von der MDS-Redaktionsgemeinschaft in Berlin produziert, zusammen mit den überregionalen Seiten der „Berliner Zeitung“.

Auflagen überregionaler Zeitungen in Deutschland

Bild

Druckauflage: 3.482.808

Verkauf: 2.698.383

Abonnements: 50.043

Einzelverkauf: 2.580.272

Quelle: IVW, Zahlen für das 3. Quartal 2012

Süddeutsche Zeitung

Druckauflage: 522.600

Verkauf: 412.994

Abonnements: 281.772

Einzelverkauf: 67.796

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Druckauflage: 444.631

Verkauf: 354.317

Abonnements: 217.522

Einzelverkauf: 51.542

Die Welt

Druckauflage: 319.397

Verkauf: 250.959

Abonnements: 109.474

Einzelverkauf: 34.768

(inkl. Welt Kompakt, nur Mo.-Fr.)

Frankfurter Rundschau

Druckauflage: 149.688

Verkauf: 117.996

Abonnements: 64.682

Einzelverkauf: 17.046

Die Tageszeitung (taz)

Druckauflage: 72.300

Verkauf: 53.657

Abonnements: 45.078

Einzelverkauf: 4977

Handelsblatt

Druckauflage: 162.306

Verkauf: 137.725

Abonnements: 80.222

Einzelverkauf: 6052

Financial Times Deutschland

Druckauflage: 121.319

Verkauf: 102.101

Abonnements: 41.629

Einzelverkauf: 3102

Die Zeit (Wochenzeitung)

Druckauflage: 630.315

Verkauf: 501.415

Abonnements: 332.255

Einzelverkauf: 112.239

Bathis schloss für die „FR“ ein Genossenschaftsmodell nach dem Vorbild der „taz“ nicht aus. „Die Belegschaft kann sich das durchaus vorstellen.“

Der Verlag, der MDS und DDVG gehört, hatte am Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Sollte kein geeigneter Käufer oder ein neues Modell für die linksliberale Zeitung gefunden werden, muss der Betrieb spätestens Ende Januar 2013 eingestellt werden. Bis dahin sind Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld abgesichert.

„Frankfurter Rundschau“ insolvent: Wer überlebt die Zeitungskrise?

„Frankfurter Rundschau“ insolvent

Wer überlebt die Zeitungskrise?

Der Verlag der „Frankfurt Rundschau“ hat Insolvenz angemeldet. Der Schritt kommt überraschend, die Pleite aber war abzusehen. Der Schritt ins Digitale erscheint als letzter Rettungsanker – vielleicht auch für die „FTD“.

Insgesamt sind 487 Mitarbeiter betroffen. Sie gaben sich in der Mittwochsausgabe der „FR“ kämpferisch und forderten ihre Leser zur Treue auf. Der Gang in die Insolvenz sei ein Schock für die Leser wie für die Belegschaft, heißt es in dem Schreiben unter dem Titel „In eigener Sache“. „Aber es ist nicht das Ende der "Frankfurter Rundschau"!“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×