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30.11.2012

13:32 Uhr

Insolvenzverwalter

Der „Frankfurter Rundschau“ läuft die Zeit davon

Bis zum Ende des Jahres müsse ein Investor feststehen, warnt „FR“-Insolvenzverwalter Frank Schmitt. Denn der Zeitung gehe das Geld aus. Es gebe allerdings bereits namhafte Interessenten – auch aus dem Ausland.

Werbe-Schriftzug der Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ an einem Kiosk. dpa

Werbe-Schriftzug der Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ an einem Kiosk.

FrankfurtUm die „Frankfurter Rundschau“ vor der Pleite zu retten, muss nach Ansicht von Insolvenzverwalter Frank Schmitt bis zum Jahresende ein Investor für die schwer angeschlagene Traditionszeitung gefunden werden. „Uns geht das Geld aus“, sagte der 47-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. „Aber wer auch immer den Zuschlag erhält: Der Verkauf muss schnell erfolgen. Allerspätestens bis Jahresende muss der Investor feststehen.“ Bis Ende Januar erhalten die Mitarbeiter des Verlags Insolvenzgeld. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi forderte die beiden „Rundschau“- Hauptgesellschafter auf, sich stärker bei der Suche nach einem Investor zu engagieren.

Insolvenzverwalter Schmitt sprach zwar von „namhaften Interessenten“ aus Deutschland und dem Ausland. Diese erkundigten sich zum Teil nach dem gesamten Verlag, einige könnten sich aber auch vorstellen, nur das Filetstück, die App der „Rundschau“, fortzuführen. Namen nannte Schmitt allerdings nicht.

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Frankfurt wäre auch nach einer Pleite der „Frankfurter Rundschau“ ein gutes Pflaster für mögliche neue Investoren, sagte Schmitt: „Ohne die "Rundschau" würde es in Frankfurt ein Vakuum geben, das gefüllt werden will.“ Einige Interessenten sähen die Möglichkeit, diese Lücke zu füllen. Sorgen um die Ausrichtung der Zeitung macht sich Schmitt nicht: „Ein Käufer wird sich auf die "FR"-Leserschaft einstellen. Insofern gehe ich davon aus, dass die linksliberale Tendenz bleibt, welche die Zeitung bekannt und beliebt gemacht hat.“

Verdi forderte die beiden „Rundschau“ -Hauptgesellschafter, die Kölner Mediengruppe M. DuMont Schauberg MDS und die SPD-Medienholding DDVG, dabei mitzuhelfen, den Weg für eine Übernahme durch Investoren zu ebnen. Statt sich an den Rettungsbemühungen zu beteiligen, duckten sie sich weg und lieferten sich juristische Scharmützel mit der Insolvenzverwaltung, kritisierte Manfred Moos, der hessische Verdi-Landesleiter für den Bereich Medien.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Sarina

30.11.2012, 08:08 Uhr

Diese linkisch-grünlich verblödenden Blätter werden sehr bald alle von der Bildfläche verschwinden. Man munkelt, dass es sogar den Spiegel erwischt hat, der jetzt Entlassungen vornehmen muss, um noch ein paar Monate zu überleben. Ja, das kommt davon, wenn die veröffentlichte Meinung ganz und gar nicht mit der öffentlichen Meinung übereinstimmt!
RIP

Roger13

30.11.2012, 08:52 Uhr

Nur durch solche einseitig berichtende Zeitungen wie die FR konnte die sogenannte Eurorettungspolitik funktionieren. Nahezu alle Tageszeitungen haben Merkel und co unterstützt. Jeder Einzelne von uns kann vor den Wahlen etwas gegen diesen Wahnsinn machen. Lasst die Tageszeitung links liegen. Jede gekaufte Tageszeitung ist ein ja zum Eurokurs der Politik. Wehrt euch hiergen endlich. Ihr könnt euch im Handelsblatt und der WiWo hinreichend informieren.

Ben-Wa

30.11.2012, 09:03 Uhr

Selbst das Feuilleton dort war sehr medioker. Insofern sollte diese Eurokratenpostille ruhig eingestampft werden. Schade um das Papier!
Apropos: Der SPIEGEL muss auch aufpassen. Seine Glaubwürdigkeit war noch nie tiefer als aktuell. Wer wie wahnsinnig für den Euro trommelt, zeigt den Griff in die Wunderkiste vom Klumpfuß. Aufgeklärte Menschen merken sich das!

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