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15.11.2012

13:05 Uhr

Insolvenzverwalter

„Frankfurter Rundschau“ ist nicht überschuldet

Die „FR“ hat ihren Insolvenzverwalter vorsorglich gleich selbst zum Interview geladen. Darin erklärt der Anwalt, er wüsste aktuell nichts von einer Überschuldung. Die Zahlungsunfähigkeit drohe im nächsten Jahr.

Karlheinz Kroke, Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau (l.) und Insolvenzverwalter Frank Schmitt. dpa

Karlheinz Kroke, Geschäftsführer der Frankfurter Rundschau (l.) und Insolvenzverwalter Frank Schmitt.

FrankfurtDer Insolvenzverwalter der schwer angeschlagenen „Frankfurter Rundschau“ hat zur Geduld aufgerufen. „Wir wüssten aktuell nicht, dass die Zeitung überschuldet ist“, sagte der Frankfurter Anwalt Frank Schmitt in einem „FR“-Interview (Donnerstag). Der Antrag auf Insolvenz sei gestellt worden, weil 2013 die Zahlungsunfähigkeit drohe. „Es ist absehbar aufgrund der Verluste, dass in Zukunft Geld fehlen wird“, sagte er weiter.

Spätestens bis Ende Januar will Schmitt nach eigenen Angaben ein Gutachten erstellen. Darin sollen unter anderem das derzeitige Vermögen des Verlagshauses aufgelistet, die wirtschaftliche Situation bewertet und Gründe für die Krise untersucht werden. „Ein Insolvenzverfahren könnte möglicherweise dann am 1. Februar 2013 eröffnet werden“, sagte der Anwalt.

„Frankfurter Rundschau“ insolvent: Wer überlebt die Zeitungskrise?

„Frankfurter Rundschau“ insolvent

Wer überlebt die Zeitungskrise?

Der Verlag der „Frankfurt Rundschau“ hat Insolvenz angemeldet. Der Schritt kommt überraschend, die Pleite aber war abzusehen. Der Schritt ins Digitale erscheint als letzter Rettungsanker – vielleicht auch für die „FTD“.

Der Verlag der „FR“ hatte am vergangenen Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Sollte kein geeigneter Käufer oder ein neues Modell für die linksliberale Zeitung gefunden werden, könnte der Betrieb Ende Januar 2013 eingestellt werden. Bis dahin sind Löhne und Gehälter durch das Insolvenzgeld abgesichert. Insgesamt sind 487 Mitarbeiter betroffen. Der Verlag gehört dem Kölner Medienhaus M. DuMont Schauberg MDS und der SPD-Medienholding DDVG.

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dpa

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