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25.02.2014

11:22 Uhr

Instant Messenger

Nutzer-Ansturm bei der WhatsApp-Konkurrenz

VonFranz Hubik

Kurznachrichtendienste wie Threema oder Telegram boomen. Binnen weniger Tage vervielfachten die Messenger ihre Nutzerzahlen. WhatsApp dürfte der Ansturm aber kaum schaden – dafür ist der Platzhirsch zu mächtig.

WhatsApp laufen die Nutzer davon. Millionenfach wechselten Smartphone-Besitzer in den vergangenen Tagen zu anderen Instant-Messengern. Reuters

WhatsApp laufen die Nutzer davon. Millionenfach wechselten Smartphone-Besitzer in den vergangenen Tagen zu anderen Instant-Messengern.

DüsseldorfSmartphone-Besitzer sind in Aufruhr. Seit dem Facebook vergangene Woche den Instant-Messenger WhatsApp schluckte, suchen viele eine Alternative. Und wechseln scharenweise zur Konkurrenz. Die kostenlose App Telegram, die von zwei russischen Brüdern entwickelt wurde und von Berlin aus betrieben wird, verzeichnete alleine am Sonntag 4,95 Millionen neue Nutzer weltweit. Pro Sekunde würden sich hundert neue User registrieren, twitterten die Betreiber.

Das Schweizer Start-up Threema versechsfachte nach Informationen von Handelsblatt Online die Anzahl seiner aktiven Nutzer innerhalb von vier Tagen auf aktuell 1,2 Millionen. Auch eine deutsche Alternative zu WhatsApp meldet starkes Wachstum: Hoccer. Die beiden Messenger "Hoccer XO" und "Hoccer Classic" wurden nach Angaben der Berliner Firma, zusammengerechnet mehr als 2,5 Millionen Mal heruntergeladen.

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Bereits jeder dritte deutsche WhatsApp-Nutzer erwägt, zu anderen Messenger-Diensten zu wechseln. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der beiden Marktforscher Advise und Respondi hervor. Befragt wurden mehr als tausend deutsche WhatsApp-Nutzer im Zeitraum von 20. bis 21. Februar, also unmittelbar nachdem WhatsApp von Facebook für 19 Milliarden US-Dollar gekaufte wurde.

Grund für den Ansturm auf die bisher kaum bekannten Apps: der Wunsch nach mehr Privatsphäre. Im Gegensatz zu WhatsApp gelten die boomenden Alternativen unter Kryptographie-Experten als sicher. Die Firmen werben damit, dass der Klartext von Chatgesprächen nur für die Kommunikationspartner selbst sichtbar ist. Dritte könnten dank der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht mitlesen.

Zusätzlich befeuert wird der Boom von Threema, Telegram und Co. dadurch, dass Datenschützer seit Tagen zum Boykott von WhatsApp aufrufen. Sie befürchten, dass Kundendaten durch die Verschmelzung von Facebook und WhatsApp noch stärker als bisher ausgebeutet werden könnten. „Mit einer solchen Übernahme entsteht eine weitere Konzentration immenser Datenmengen“, sagte Andrea Voßhoff. Die Bundesbeauftragte für Datenschutz betonte, wie wichtig im Umgang mit Big Data in der Wirtschaft, einheitliche internationale Datenschutzstandards sind.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

25.02.2014, 11:08 Uhr

"WhatsApp dürfte der Ansturm aber kaum schaden – dafür ist der Platzhirsch zu mächtig. "Zitat
Da müssten bei allen Benutzern die Alarmglocken läuten.
Wir haben es heute nicht mehr einfach nur mit Firmen zu tun,die eine Dienstleistung anbieten!!!
Geht das in die Köpfe irgendwann mal hinein?!
Jeder,der Kunde solcher Firmen ist,ist auch gleichzeitig "Kunde" der NSA.

SoWhat

25.02.2014, 11:15 Uhr

Und? Wen juckts....
Druff gschisse wat die mitlese !

Account gelöscht!

25.02.2014, 11:40 Uhr

Für alle die in Geschichte nie aufgepasst haben schon.

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