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15.06.2011

14:40 Uhr

Intendanz

Gericht lehnt Eilantrag gegen ZDF-Wahl ab

Die Wahl des Intendanten kann wie geplant am Freitag stattfinden. Ein Mann aus Hessen, der sich um die Intendanz beworben hatte, wollte das Verfahren stoppen, weil er sich benachteiligt sah.

Die Schatten der führenden Köpfe des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF). Quelle: dpa

Die Schatten der führenden Köpfe des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF).

MainzDas Mainzer Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen die Wahl des neuen ZDF-Intendanten abgelehnt. Ein Mann aus Hessen wollte die für Freitag in Berlin geplante Abstimmung stoppen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Dafür gebe es jedoch keinen rechtlichen Anlass.

Der Mann hatte sich beim ZDF für die Wahl zum Intendanten beworben - ohne Erfolg. Unter anderem war er von keinem Mitglied des Fernsehrates unterstützt worden. Dieses Gremium wählt den Intendanten. Einziger Kandidat für die Nachfolge von Markus Schächter ist bisher Programmdirektor Thomas Bellut.

Das Wahlverfahren sieht vor, dass ein Kandidat die Fürsprache von zumindest einem der 77 Fernsehräte benötigt. Dass sich der Antragsteller von dieser Regelung benachteiligt sieht, ließen die Verwaltungsrichter nicht gelten. Habe ein Bewerber keinerlei Unterstützer, dann werde er auch das hohe Quorum von drei Fünfteln der Stimmen kaum erreichen, das für die Wahl nötig ist. An der mangelnden Einladung zu einer persönlichen Vorstellung konnten die Richter ebenfalls nichts Unrechtsmäßiges erkennen.

Auch der Feuilleton-Chef der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Claudius Seidl, hatte sich ebenfalls als Intendantenkandidat ins Spiel gebracht - nach seinen Worten „aus der Laune einer Glosse“ heraus. Er stecke jedoch nicht hinter dem Eilantrag, sagte er.

Von

dpa

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