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19.02.2004

15:16 Uhr

Internet-Anbieter setzt auf Chats

Lycos Europe schreibt weiter Rot

Es ist ruhig geworden um die reinen Internet-Unternehmen in Deutschland. Auch Lycos Europe hatte schon einmal größeres Echo für die Bekanntgabe der Unternehmenszahlen erhalten. Auch in deisem Jahr wird man wohl nicht aus der Verlustzone herauskommen. Er rechne allerdings mit einer deutlichen Verbesserung von Umsatz und Ergebnis, sagte Vorstandschef Christoph Mohn am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

HB FRANKFURT/MAIN. Genaue Prognosen wollte er nicht abgeben. Das Unternehmen sei aber bis Ende 2008 finanziert, selbst wenn weitere Verluste anfallen sollten. Hohe Erwartungen setzt Lycos in seine Chat-Dienste: Über die Lizenzierung an andere Anbieter soll sich die Zahl der Nutzer 2004 auf über vier Mill. verdoppeln.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Jahresfehlbetrag bei minus 56,1 Mill. € (2002: minus 179,0 Mio Euro). Die Erlöse sanken vor allem durch Verkäufe von Beteiligungen um 28 % auf 85,0 Mill. €. Die börsennotierte Lycos Europe N.V. betreibt eines der größten europäischen Internet-Portale und ist in zehn Ländern aktiv. Offizieller Sitz des Unternehmens ist Haarlem in den Niederlanden, die Zentrale befindet sich jedoch in Gütersloh. Lycos bietet E-Mail, Homepages und andere Internet-Dienstleistungen an, Einnahmen werden aus Werbung, Zugangsgebühren und kostenpflichtigen Services erzielt.

Lycos Europe will seinen Umsatz mit Bezahldiensten in zwei bis vier Jahren auf 100 Mill. € verfünffachen und deren Anteil am Gesamtumsatz von heute einem Fünftel auf rund ein Drittel steigern. Im Januar hatte das Unternehmen die Starnberger Firma united-domains, einen Registrierer von Internet-Homepages, erworben. Im Rahmen einer Restrukturierung wurden die Geschäftsfelder gestrafft; etwa 100 Beschäftigte müssen gehen. Ende 2003 gab es insgesamt 856 Mitarbeiter im Unternehmen.

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