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10.06.2016

08:41 Uhr

Internet-Dino

Das Rennen um Yahoo läuft heiß

Der Verkauf des Yahoo-Kerngeschäfts geht voran: Der Internetkonzern hat für seine Web-Sparte mehrere Gebote über fünf Milliarden Dollar erhalten. Der bisher aussichtsreiche Medienriese Verizon bietet deutlich weniger.

Verizon wurde bisher als aussichtsreichster Kandidat gehandelt – bot mit 3,5 Milliarden Dollar allerdings rund 1,5 Milliarden weniger als andere Interessenten. Reuters

Yahoo-Hauptsitz in Sunnyvale

Verizon wurde bisher als aussichtsreichster Kandidat gehandelt – bot mit 3,5 Milliarden Dollar allerdings rund 1,5 Milliarden weniger als andere Interessenten.

New YorkDas Interesse am Internetgeschäft des kriselnden Yahoo-Konzerns ist offenbar groß: Mehrere Gebote erreichten fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) oder mehr, berichtete der US-Sender CNBC am Donnerstag unter Berufung auf Verhandlungskreise. Am Freitag werde der Verwaltungsrat von Yahoo über die Angebote beraten – eine letzte Bieterrunde sei Mitte Juli geplant.

Unter den Interessenten ist laut CNBC und anderen Medien der US-Telekommunikationsriese und AOL-Besitzer Verizon. Er biete 3,5 Milliarden Dollar. Auch mehrere Investmentfonds sollen zu den Interessenten gehören. Yahoo wollte den Bericht von CNBC nicht kommentieren.

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Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem der anfängliche Plan scheiterte, die Beteiligung an der chinesischen Plattform Alibaba steuerfrei abzustoßen. Verizon wurde bereits seit einiger Zeit als aussichtsreichster Interessent gehandelt. Zu dem Telekom-Konzern gehört auch die Online-Tochter AOL mit Medien wie der „Huffington Post“ und Blogs wie „TechCrunch“. Das „Wall Street Journal“ hatte vor einigen Wochen geschrieben, es würden nur Gebote von zwei bis drei Milliarden Dollar erwartet.

Das Unternehmen schließt für keine Sparte einen Verkauf aus. Der Bieterwettstreit könnte daher auch mit einer kompletten Zerschlagung enden.

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