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29.08.2011

19:48 Uhr

Internet-Expansion

Telekom baut Online-Kiosk im Ausland aus

VonHans-Peter Siebenhaar

ExklusivDas Bonner Unternehmen will seine Verkaufsplattform für Bücher und Zeitungen, Page Place, auch ins europäische Ausland exportieren. In Deutschland wird gerade das Marketing forciert - in Europa sucht die Telekom Partner.

Die Telekom-Zentrale in Bonn. dapd

Die Telekom-Zentrale in Bonn.

DüsseldorfDie Deutsche Telekom baut ihren Online-Kiosk Page Place massiv aus. Bereits im kommenden Jahr soll die Verkaufsplattform für Bücher, Zeitschriften und Zeitungen auf Tablet-PCs und Smartphones in große europäische Märkte expandieren. „Dazu gehören Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und Polen“, sagte Thomas Kiessling, Chief Innovation Officer der Deutschen Telekom, dem Handelsblatt. Und fügte hinzu: „Internationalisierung ist ein großes Thema für uns.“

Derzeit sucht der Bonner Konzern Handelskonzerne als Partner. „Die Expansion ins Ausland werden wir nicht aus eigener Kraft stemmen können“, sagt der 45-jährige Manager. „Wir sind daher in Gesprächen mit starken Handelsunternehmen in den jeweiligen Ländern.“ Nach Angaben von Brancheninsidern soll die Telekom beispielsweise in Frankreich eine Kooperation mit dem Medienhändler Fnac suchen.

Mit ihrem Online-Kiosk will die Telekom vor allem schnell wachsen - sowohl im europäischen Ausland wie auch im Heimatmarkt. Nach eigenen Worten sei der Konzern mit der Kundennachfrage „sehr zufrieden“. Doch noch steckt der Markt in den Anfängen. Die Nutzerzahlen sind für Telekom-Verhältnisse bescheiden. Laut Kiessling verfügt Page Place über eine Anzahl von registrierten Nutzern „im gut fünfstelligen Bereich“. Zahlen zu Umsätzen will der Innovationschef aber nicht nennen.

Wann Page Place mit derzeit 70 Mitarbeitern die Gewinnzone erreichen wird, ist offen. „Schwarze Zahlen haben für uns in dieser Phase nicht oberste Priorität. Für uns geht es darum, den Markt zu entwickeln“, sagte Kiessling.
Der Plattform fehlen die Inhalte

Sowohl die Telekom- als auch die Medienindustrie gehen von einem starken Wachstum bei den Tablet-PCs aus. Die internetfähigen Minicomputer dienen als Lesegeräte für elektronische Printprodukte. Laut Branchenstudien soll die Grenze von zwei Millionen Tablet-PCs in Deutschland 2012 übersprungen werden.

Derzeit verstärkt Page Place seine Marketing-Anstrengungen. So verhandelt die Telekom-Tochter derzeit mit E-Reader-Herstellern, damit diese Page Place bereits auf ihren elektronischen Lesegeräten vorinstallieren. Ab Oktober werden auch Abo-Modelle eingeführt. Besondere Schnupper-Abos wird Page Place bereits ab September anbieten. Momentan gibt es bei der Internet-Plattform jeden Freitag einen Reiseführer gratis.

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