Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.10.2015

13:04 Uhr

Internet im Dschungel

Google lässt Heißluftballons in Indonesien steigen

Google will das Internet in entlegene Regionen bringen. Ein schwebendes Netzwerk tausender Hightech-Ballons soll dabei helfen. Nach Testflügen in Lateinamerika, Australien und Neuseeland ist nun Indonesien auf dem Radar.

Google will Regionen ohne Internetanschluss aus Ballons in 20 Kilometer Flughöhe mit einem Netzzugang versorgen. dpa

Google-Ballon

Google will Regionen ohne Internetanschluss aus Ballons in 20 Kilometer Flughöhe mit einem Netzzugang versorgen.

San FranciscoDer US-Internetkonzern Google will mittels Heißluftballons das Internet in entlegene Gegenden der Welt bringen – und das ab kommenden Jahr noch einmal in Indonesien testen. Dazu habe das Unternehmen Rahmenverträge mit drei Telekommunikationsanbietern in Indonesien geschlossen, teilt Google mit. Das Projekt namens „Loon“ war bereits in Lateinamerika, Australien und Neuseeland getestet worden – bisher aber in deutlich kleinerem Rahmen, jeweils nur in Zusammenarbeit mit einem Telekommunikationsunternehmen.

Bei „Loon“ geht es darum, abgeschiedene Regionen der Welt durch ein schwebendes Netzwerk tausender Hightech-Ballons mit Internet zu versorgen. Sie sollen die Internetsignale aus versorgten Gebieten in entlegene Gegenden weitergeben. Die Ballons sollen dabei in der Stratosphäre oberhalb von schlechtem Wetter und doppelt so hoch wie Flugzeuge fliegen. Für das bloße Auge seien sie schwer zu erkennen, erklärte Google.

Wie viele Ballons über Indonesien schweben sollen, ist noch unklar; die Details des Tests müssen noch geklärt werden. Indonesien sei für weitere Tests des Projekts ideal, da lediglich ein Drittel der 250 Millionen Menschen dort Zugang zu Internet haben und das oft nur mit einer langsamen Datenübertragung, schreibt „Loon“-Vizechef Mike Cassidy in einem Blogeintrag

Indonesien besteht aus tausenden Inseln, die zum Teil von Dschungel bewachsen oder bergig sind. Das Verlegen von Glasfaserkabeln und das Aufstellen von Funkmasten ist dort schwierig.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×