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18.03.2013

10:02 Uhr

Internet-Investitionen

Samwer-Brüder legen Millionenfonds für Start-ups auf

Mit ihren Internet-Angeboten wie dem Schuh-Versender Zalando schrecken die Samwer-Brüder den deutschen Einzelhandel auf. Jetzt wollen sie Millionen in weitere Jungunternehmen investieren – und haben einen Unterstützer.

Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch eines Start-up-Unternehmens in Berlin. dpa

Bundeskanzlerin Merkel beim Besuch eines Start-up-Unternehmens in Berlin.

BerlinDeutschlands bekannteste Internet-Investoren, die Samwer-Brüder, legen einen 150 Millionen Euro schweren Fonds für Unternehmens-Gründer auf. Er soll in München ansässig sein und junge Start-ups weltweit unterstützen, hieß es in einer Mitteilung am Montag. Das Geld für den Fonds mit dem Namen Global Founders Capital kommt demnach von „verschiedenen erfolgreichen Internet-Investoren“. Nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ stammt das Kapital vor allem aus dem Privatvermögen der Samwers.

Partner des Fonds sind zwei der drei Samwer-Brüder - Oliver und Marc - sowie der Internet-Unternehmer Fabian Siegel. Er hatte die Firma DeliveryHero aufgebaut, die in mehreren Ländern Plattformen für Essens-Lieferdienste wie die deutsche Version Lieferheld betreibt. Nach einem Strafbefehl wegen des Kopierens von Adresssätzen in der Anfangszeit verließ er die Firma jedoch.

Die Samwer-Brüder gehören mit ihrer Start-up-Schmiede Rocket Internet zu den bekanntesten Internet-Unternehmern weltweit. Der Mitteilung von Montag zufolge arbeiten für Firmen unter dem Dach von Rocket Internet inzwischen 27 000 Menschen in 43 Ländern. In Deutschland ist derzeit Zalando besonders bekannt.

Erfolgsfaktoren für Web-Shops

Front-End und Back-End

Sie müssen nahtlos miteinander integriert sein. Das heißt, wenn der Besucher im Shop eine Bestellung auslöst, muss dieser Prozess in den nachgelagerten Warenwirtschafts-, Kundenwirtschafts- und Produktmanagementsystemen sauber abgebildet werden.

Multi- und Cross-Channel

"In Zukunft wird es immer wichtiger sein, mehrere Kanäle gleichzeitig zu bedienen und diese gut miteinander zu vernetzen", so Reupert. Beispielsweise können integrierte Prozesse in den Webshops von Einzelhändlern eine Funktion bieten, über die der Besucher herausfindet, ob ein Artikel in einer bestimmten Filiale vorrätig ist. "Denn nach wie vor informieren sich viele Kunden im Internet und kaufen dann doch im stationären Handel."

Mobile Enablement

Der Trend zum Smartphone hält an und darum ist es für Shop-Betreiber elementar, den Shop-Content auch mobil zur Verfügung zu stellen, um Kunden nicht an technisch fortschrittlichere Konkurrenten zu verlieren.

Produktdatenqualität

Studien haben gezeigt, dass rund ein Drittel der Kaufabbrüche in einem Web-Shop auf der Produktdetailseite erfolgen. Daher ist die Qualität von Produktbeschreibungen und Produktbildern elementar wichtig. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, rät Reupert: Besser als die Mitbewerber über Produkte informieren, bessere Usability und effektive Suchmaschinenoptimierung.

Quelle: Achim Reupert, Experte des Dienstleisters Nionex, auf Mittelstandsmanager.de

Allerdings sind die Methoden von Rocket Internet auch umstritten: Das übliche Vorgehen ist, ein Start-up-Konzept aus den USA in anderen Ländern nachzubauen. So lehnt sich etwa Zalando an den US-Händler Zappos an und der Zahlungsdienstleister Payleven folgt auf den amerikanischen Vorreiter Square. Zugleich räumen auch einige Kritiker ein, dass eine Geschäftsidee dann auch mit Rücksicht auf die Besonderheiten des jeweiligen Landes umgesetzt werden müsse und die Samwers darin stark seien.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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atp50

18.03.2013, 10:24 Uhr

Ich wünsche den Samwers und allen Beteiligten sehr viel Erfolg!

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