Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.04.2015

11:43 Uhr

Internet

Nur jede vierte Firma hat schnelles Internet

Nur jedes vierte Unternehmen surft mit einer schnellen Internetverbindung mit einer Datenübertragungsrate von 30 Megabit pro Sekunde. Damit erreicht Deutschland im europaweiten Vergleich das Mittelfeld.

Den Spitzenplatz im EU-Ranking belegte Dänemark, wo bereits mehr als jedes zweite Unternehmen (53 Prozent) schnelles Internet über einen festen Breitbandanschluss besitzt. dpa

Kein Anschluss unter dieser Leitung?

Den Spitzenplatz im EU-Ranking belegte Dänemark, wo bereits mehr als jedes zweite Unternehmen (53 Prozent) schnelles Internet über einen festen Breitbandanschluss besitzt.

WiesbadenViele Unternehmen in Deutschland surfen noch im Schneckentempo durchs Internet: 2014 verfügte nur jede vierte Firma mit mindestens zehn Beschäftigten über eine schnelle Online-Verbindung. Darunter wird ein fester Breitbandanschluss mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verstanden, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Damit habe es im Vergleich zum Vorjahr keinen nennenswerten Fortschritt gegeben, betonte eine Statistikerin.

Deutschland liegt nach den Angaben bei der Nutzung von schnellen Internetverbindungen im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld – und nur geringfügig über dem Durchschnitt aller 28 EU-Staaten (23 Prozent).

Die vier Typen von Internet-Shoppern

Der Entdecker

Der Typ des Entdeckers ist besonders emotional involviert. Bei ihm stehen Online-Einkaufsvergnügen und Vorfreude auf die Lieferung im Vordergrund. Information und Angebotsvielfalt schätzt der Entdecker besonders, weniger wichtig sind ihm Convenience und Zeitersparnis. Mit dem Thema Datensicherheit haben sie häufiger Probleme. 32 Prozent der deutschen Käufer gehören dieser Gruppe an.

Der Souveräne

Der souveräne Online-Shopper sieht klare Vorteile hinsichtlich Convenience, Zeitersparnis und infolgedessen auch Lebensqualität. Er schätzt den einfachen und schnellen Zugang zu allen relevanten Informationen und die Effizienz und Schnelligkeit des Kaufaktes. Emotional ist der Souveräne mehr involviert als der Durchschnitt, wegen Datenschutz hat er kaum Bedenken. Er fühlt sich als „Herr des Geschehens“ und hat kaum Nutzungsprobleme. 26 Prozent der deutschen Käufer gehören dieser Gruppe an.

Der Berechnende

Von allen Shopper-Typen ist der Berechnende am wenigsten emotional involviert. Er schätzt den Informationsvorteil und die Angebotsvielfalt, auf Lebensqualität oder Convenience sieht er aber kaum Auswirkungen. Ein Erlebnis ist der Online-Einkauf für den Berechnenden nur selten. Er äußert außerdem überdurchschnittlich häufig Nutzungsprobleme und Bedenken wegen Datenunsicherheiten. 15 Prozent der deutschen Käufer gehören dieser Gruppe an.

Der Traditionalist

Für ihn persönlich hat Online-Shopping kaum Vorteile - weder in Bezug auf Informations- und Angebotsvielfalt, noch hinsichtlich Convenience oder Lebensqualität. Er bewertet den stationären Handel zum Teil positiver als den Online-Einkauf, beispielsweise hinsichtlich des Zugangs zu benötigten Informationen, und der Schnelligkeit, mit der man das gesuchte Produkt findet. 28 Prozent der deutschen Käufer gehören dieser Gruppe an.

Im Ländervergleich

Diese vier Käufergruppen gibt es sowohl in Deutschland als auch in Österreich und der Schweiz. Allerdings ist ihr Verhältnis in den drei Ländern unterschiedlich gewichtet. In Deutschland ist die Gruppe der Souveränen besonders groß, in Österreich gibt es dagegen überdurchschnittlich viele Berechnende. In der Schweiz ist der Anteil der Traditionalisten überdurchschnittlich hoch.

Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Den Spitzenplatz im EU-Ranking belegte Dänemark, wo bereits mehr als jedes zweite Unternehmen (53 Prozent) schnelles Internet über einen festen Breitbandanschluss besitzt. Auch in den Nachbarländern Niederlande und Belgien (je 43 Prozent) sowie in Schweden (41) war schnelles Internet weit verbreitet. Kaum vorhanden war schnelles Internet indes bei Unternehmen in Zypern (5 Prozent), Griechenland, Kroatien (je 10) und Italien (12).

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×