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18.06.2013

17:07 Uhr

Internet

Thüringens-Regierungssprecher wird Unister-Chef

Zimmermann, Thüringens Regierungssprecher, ist der nächste, der einen Wechsel von der Politik in die Wirtschaft vollzieht. Ministerpräsidentin Lieberknecht setzt bis zur Landtagswahl auf einen Vertrauten als Sprecher.

Das Bild zeigt einen Screenshot des Internetportals "fluege.de". Zimmermann wird der neue Chef der Firma Unister. www.fluege.de

Das Bild zeigt einen Screenshot des Internetportals "fluege.de". Zimmermann wird der neue Chef der Firma Unister.

Leipzig, ErfurtThüringens Regierungssprecher Peter Zimmermann geht in die Wirtschaft. Er übernimmt zum 1. September die Geschäftsführung der Leipziger Internet-Firma Unister, bestätigten Zimmermann und das Unternehmen am Dienstag in Erfurt Medienberichte. Zuvor hatte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) einen Wechsel des Sprechers der schwarz-roten Landesregierung angekündigt.

Für den 37 Jahre alten Zimmermann kommt Karl-Eckhard Hahn. Hahn (53) ist derzeit Sprecher der Thüringer CDU-Landtagsfraktion und ist ein langjähriger Wegbegleiter der Regierungschefin.

Zimmermann ist gelernter Journalist und seit 2009 Sprecher der Thüringer Landesregierung. Er kam aus Sachsen, wo er zwei Jahre Regierungssprecher war. Zuvor hatte er die Mediengruppe PSR geleitet. „Er kam aus der Wirtschaft und er geht in die Wirtschaft“, sagte Lieberknecht, die dem Regierungssprecher für die gute Zusammenarbeit dankte.

Der Leipziger Internethändler Unister betreibt Portale wie fluege.de oder ab-in-den-urlaub.de. Unister hatte bereits im Februar angekündigt, seine Geschäftsführung umzubauen. Gegen Manager des Unternehmens ermittelt derzeit die Generalstaatsanwaltschaft Dresden. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht des illegalen Adresshandels und der strafbaren Werbung.

Der neue Sprecher der CDU/SPD-Landesregierung in Erfurt gilt als Vertrauter von Lieberknecht. Hahn war von 1992 bis 2008 ihr Sprecher, als Lieberknecht noch Ministerin sowie Landtagspräsidentin war.

Von

dpa

Kommentare (1)

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r.a.

19.06.2013, 12:07 Uhr

Dabei hatte ich immer gedacht, die Bayern hätten ein Monopol auf Amigos. Mal gucken wie sich die Vorwürfe gegen Unister jetzt entwickeln, da die Verbindungen zur Regierung noch enger geknüpft sind.

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