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10.02.2012

14:46 Uhr

Internetkonzern

Alibaba könnte Yahoo Milliarden bescheren

Eine komplexe Vereinbarung zwischen dem chinesischen Online-Giganten Alibaba und seinem Großaktionär Yahoo könnte dem angeschlagenen US-Internetpionier Milliarden in die Kasse spülen.

Durch den Alibaba-Deal wäre es möglich, dem Aktionär Yahoo eine Milliarden-Spritze zu geben. Reuters

Durch den Alibaba-Deal wäre es möglich, dem Aktionär Yahoo eine Milliarden-Spritze zu geben.

Wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag berichteten, will Alibaba seine in Hongkong notierte Sparte von der Börse nehmen, um Gründer Jack Ma mehr Kontrolle zu ermöglichen. Dabei wolle die Alibaba-Gruppe von Yahoo einen Großteil des 40-prozentigen Anteils an dem chinesischen Unternehmen zurückkaufen.

Yahoo hatte den Anteil an Alibaba 2005 für rund eine Milliarde Dollar erworben. Derzeit ist er etwa 13 bis 14 Milliarden wert. Yahoo werde den Plänen zufolge seinen Anteil an Alibaba auf 15 Prozent reduzieren und dafür rund sechs Milliarden Dollar in bar einstreichen, erfuhr Reuters weiter. Zudem soll Yahoo im Gegenzug einen Anteil an einem der Geschäftszweige der Alibaba-Gruppe erhalten. Wie die Personen weiter berichteten, stehen derzeit noch verschiedene Modelle unter Diskussion. Eine endgültige Entscheidung werde wohl erst in einigen Wochen fallen, hieß es.

Yahoo könnte das Geld gut gebrauchen. Investoren werfen dem Management seit langem vor, keine klare Strategie mit den asiatischen Beteiligungen zu verfolgen. Zudem läuft das reguläre Geschäft nur mäßig. Deshalb feuerte der Konzern im September die Chefin Carol Bartz und platzierte Scott Thompson auf dem Chefsessel. Zudem trennte sich Mitgründer Jerry Yang von der Firma.

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