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03.02.2017

12:55 Uhr

iPhone

Apple will offenbar in Indien produzieren

Der IT-Riese Apple wird offenbar künftig auch iPhones in Indien herstellen lassen. Das gab nun eine lokale Regierung bekannt. Einen Vertrag für die Ansiedlung habe der Konzern allerdings noch nicht unterschrieben.

Apple will seine Geräte der lokalen Regierung zufolge bald auch in Indien herstellen. Reuters, Sascha Rheker

iPhone

Apple will seine Geräte der lokalen Regierung zufolge bald auch in Indien herstellen.

Neu DelhiApple wird sein Flaggschiff-Produkt iPhone nach Angaben einer lokalen Regierung schon bald auch in Indien fertigen lassen. Wie der Technologieminister des Bundesstaats Karnataka mitteilte, soll eine Produktionseinheit in Provinzhauptstadt Bangalore in wenigen Monaten ihren Betrieb aufnehmen. „Apple wird hier seine Telefone zusammensetzen“, sagte Priyank Kharge. Noch sei der Vertrag für die Ansiedlung allerdings nicht unterschrieben.

Lokale Medien berichten, dass der Bundesstaat noch mit der Regierung in Neu Delhi darüber verhandle, welche Sondergenehmigungen und Steuererleichterungen Apple bekommen könne. Eine iPhone-Produktion in Indien war zuvor schon länger im Gespräch gewesen und bislang daran gescheitert, dass Indien dem Unternehmen dem Unternehmen bei seinen Wünschen zur Steuer- und Zollfreiheit nicht weit genug entgegen gekommen war. Laut lokalen Medien wird Apple in Indien auf seinen Zulieferer Winstron setzen.

Die iPhone-Evolution

Von Modell zu Modell

Das erste iPhone im Jahr 2007 hat den Vormarsch der Smartphones angestoßen und nicht nur die Mobilfunk-Industrie umgekrempelt. Ein Überblick über die Entwicklung der Geräte von Modell zu Modell:

Das erste iPhone

Für das Jahr 2007 waren der große Touchscreen ganz ohne Tastatur und die Bedienung per Finger ein radikales Konzept, das die Smartphone-Revolution entscheidend anschob. Dabei verzichtete Apple bei der ersten Version sogar auf den schnellen UMTS-Datenfunk. (Quelle: dpa)

iPhone 3G

Ein iPhone 2 gab es nie – stattdessen kam im Sommer 2008 das iPhone 3G, was auf die Unterstützung des 3G-Standards UMTS hinwies. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch eine Plastik-Schale ersetzt. Mit dem App Store öffnete Apple die Plattform für Programme verschiedener Entwickler.

iPhone 3GS

Mit dem Modell des Jahres 2009 führte Apple sein „Tick-Tock“-Prinzip ein, bei dem die iPhones alle zwei Jahre radikal erneuert werden und es zwischendurch ein „S“-Modell im unveränderten Design, aber mit aufgerüstetem Innenleben gibt. Das 3GS bekam eine bessere Kamera und einen schnelleren Chip.

iPhone 4

Das letzte Modell, das Gründer Steve Jobs noch selbst vorstellte. Das kantige Design des iPhone 4 mit einer gläsernen Rückwand war 2010 aufsehenerregend, zugleich häuften sich zunächst Berichte über Empfangsprobleme mit der Antenne am Außenrand.

iPhone 4S

Apple ließ sich 15 Monate Zeit bis Oktober 2011 mit einer Aktualisierung. Zu den Neuerungen gehörte neben technischen Verbesserungen die Sprachassistentin Siri.

iPhone 5

Während die Smartphones der Wettbewerber immer größer wurden, erweiterte Apple 2012 zunächst vorsichtig die Bildschirm-Diagonale von 3,5 auf 4 Zoll. Zugleich wurde das Gerät deutlich dünner gemacht und bekam wieder eine Aluminium-Hülle.

iPhone5S

Die wichtigste Neuerung im Herbst 2013 war der Fingerabdruck-Sensor zum Entsperren der Telefone. Zudem entwickelte Apple unter anderem die Kamera weiter.

iPhone 6

Erstmals entschied sich Apple 2014 für zwei neue Modelle mit deutlich größeren Bildschirmen mit Diagonalen von 4,7 und 5,5 Zoll. Der Schritt löste einen Absatzsprung aus, Apple kam monatelang der Nachfrage nicht hinterher. Die Geräte wurden abermals dünner.

iPhone 6S

Gleiches Gehäuse, bessere Technik – das reichte im Weihnachtsquartal 2015 knapp für den nächsten Absatzrekord von knapp 74,8 Millionen verkauften iPhones.

iPhone 7

Zum ersten Mal geht Apple ins dritte Jahr mit einem weitgehend unveränderten äußeren Design. Aber Apple verzichtete unter anderem auf die klassische Ohrhörer-Buchse zugunsten des digitalen „Lightning“-Anschlusses.

Indien ist für Apple ein wichtiger Zukunftsmarkt – obwohl das Unternehmen dort erst einen sehr kleinen Marktanteil hat. Das liegt vor allem an der hohen Preissensitivität der dortigen Verbraucher. Mit einer lokalen Produktion könnte Apple Importgebühren sparen und konkurrenzfähiger werden.

Von

dpa

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