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28.10.2014

09:24 Uhr

iPhone-Bezahldienst Apple Pay

Apple und Alibaba könnten Partner werden

Der US-Konzern Apple könnte für den Start seines iPhone-Bezahldienstes in China künftig mit dem Online-Handelsriesen Alibaba zusammenarbeiten. In den USA regt sich derweil weiter Widerstand gegen den Dienst Apple Pay.

Bei dem System Apple Pay kann man an der Kasse ein iPhone der neuen Generation an ein Lesegerät halten und die Zahlung mit dem Fingerabdruck auf dem eingebauten Sensor des Geräts bestätigen. ap

Bei dem System Apple Pay kann man an der Kasse ein iPhone der neuen Generation an ein Lesegerät halten und die Zahlung mit dem Fingerabdruck auf dem eingebauten Sensor des Geräts bestätigen.

Laguna BeachApple hat einen starken Partner für einen Start seines neuen iPhone-Bezahldiensts in China in Aussicht. Der Chef der chinesischen Handelsplattform Alibaba, Jack Ma, zeigte bei einem Konferenz-Auftritt Interesse an einer Zusammenarbeit. Zu seinem Konzern gehört der Bezahldienst Alipay mit 300 Millionen aktiven Nutzern.

„Ich hoffe, wir können etwas zusammen machen“, sagte der Alibaba-Gründer auf einer vom „Wall Street Journal“ veranstalteten Konferenz am Montag (Ortszeit) in Kalifornien. Der ebenfalls anwesende Apple-Chef Tim Cook kündigte wenig später an, er wolle mit Ma diese Woche über verschiedene mögliche Partnerschaften sprechen.

Die Neuerungen von Apple

Auffrischung für die Software

Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC zahlreiche Neuerungen für seine beiden Betriebssysteme iOS und OS X angekündigt. Ein Überblick.

Neues Design für OS X

Äußerlich werden sich die Betriebssysteme für Mac und Smartphone immer ähnlicher: OS X ist stark an das flache Design von iOS angelehnt.

Eigener Cloud-Speicher

Apple stellt Nutzern seinen Cloud-Speicher iCloud Drive zur Verfügung. Die dort abgelegten Dateien lassen sich auch mit dem Dateimanager Finder durchsuchen. Zugriff haben Nutzer nicht nur mit Apple-Produkten, sondern auch Windows-Geräten.

Arbeiten auf allen Geräten

Mit einer Funktion namens „Continuity“ (Kontinuität) will Apple ermöglichen, die Geräte miteinander zu verzahnen. Wer beispielsweise ein Dokument auf dem Mac anlegt, kann es ohne Probleme auf dem iPad weiterbearbeiten. Zudem lassen sich mit dem Mac oder iPad Anrufe vom iPhone entgegennehmen.

Schlaue Tastatur fürs iPhone

Bislang können iPhone- und iPad-Nutzer keine Tastaturen anderer Entwickler installieren, wie das bei Android-Geräten möglich ist. Künftig erlaubt Apple Alternativen wie Swype. Gleichzeitig motzt das Unternehmen seine eigene Tastatur auf und schlägt beim Tippen Wörter vor, die zum Kontext passen.

Fitness-Tagebuch zum Mitnehmen

Mit iOS 8 bringt Apple eine Anwendung namens HealthKit heraus, in der Nutzer über Gesundheits- und Fitness-Daten protokollieren können. In die App lassen sich auch Daten von anderen Anbietern einspeisen, etwa Fitness-Trackern.

Anleihen von Whatsapp

Apple hat seine Nachrichten-App Messages gründlich überarbeitet und sich dabei von diversen Konkurrenten inspirieren lassen. So ist es jetzt auch möglich, Audio- und Videoaufnahmen zu verschicken – wie bei Whatsapp. Zudem kann der Absender festlegen, dass sich eine Nachricht nach einer bestimmten Zeit selbst löscht – wie bei Snapchat.

Schneller reagieren

Eben schnell eine Nachricht beantworten: Mit iOS 8 können Nutzer direkt aus dem Informationszentrum reagieren, ohne die entsprechende App öffnen zu müssen. Auch die Anwendungen anderer Unternehmen sollen sich von dort aus steuern lassen.

Bei dem vor gut einer Woche zunächst in den USA gestarteten iPhone-Bezahldienst Apple Pay sei in den ersten drei Tagen mehr als eine Million Kreditkarten aktiviert worden, sagte Cook.

Bei dem System kann man an der Kasse ein iPhone der neuen Generation an ein Lesegerät mit NFC-Funk halten und die Zahlung mit dem Fingerabdruck auf dem eingebauten Sensor des Geräts statt PIN-Eingabe bestätigen.

Mehrere große US-Einzelhändler arbeiten an einem eigenen System, am Wochenende sperrten die Drogerieketten CVS und Rite Aid in ihren Geschäften Apple Pay aus.

Cook sprach von einem „Scharmützel“ und zeigte sich überzeugt, der iPhone-Bezahldienst werde sich am Ende durchsetzen, weil er sicher und bequem sei.

Von

dpa

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