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07.09.2012

10:07 Uhr

iPhone-Speicherchips

Apple kürzt Aufträge an Streitgegner Samsung

Bislang war Samsung einer der wichtigsten Chip-Lieferanten für Apple. Das soll sich in Zukunft ändern. Mit dem Patentstreit soll die Kürzung angeblich aber nichts zu tun haben.

Ein von Samsung produzierter Speicherchip. Reuters

Ein von Samsung produzierter Speicherchip.

Seoul Apple kauft für sein neues iPhone künftig wohl weniger Speicherchips von seinem wichtigsten Lieferanten und Konkurrenten Samsung. Mit der Kürzung wolle der US-Technologiekonzern die Basis an Zulieferern verbreitern, erfuhr Reuters am Freitag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

Entgegen anderslautenden südkoreanischen Medienberichten werde Samsung jedoch nicht komplett von der Liste der Lieferanten gestrichen. Die Auftragskürzung stehe nicht im Zusammenhang mit dem weltweiten Patentstreit, den sich beide Unternehmen liefern, hieß es in den Kreisen weiter.

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Den Verlust an Aufträgen werde Samsung mit Lieferungen für sein eigenes Handy-Geschäft ausgleichen. Samsung stellt Mikroprozessoren, Bildschirme und Speicherchips für Apples iPhone, iPad und iPod her.

Der US-Chiphersteller Audience bekommt die neue Apple-Einkaufsstrategie stärker zu spüren. Apple werde wohl künftig auf seine Technologie für das neue iPhone verzichten, teilte Audience mit. Chips des kalifornischen Unternehmens werden zur Verbesserung der Sprachqualität eingesetzt.

Es belieferte Apple seit 2008. Audience-Aktien stürzten nach der Ankündigung außerbörslich um 58 Prozent ab. Die fünfte Generation des iPhone wird wahrscheinlich am kommenden Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Von

rtr

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