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27.07.2017

04:33 Uhr

Israels Ministerpräsident

Netanjahu droht mit Schließung von Al-Dschasira-Büro in Jerusalem

Weil Al Dschasira zu Gewalt rund um den Tempelberg angestachelt haben soll, droht Israels Ministerpräsident Netanjahu, das Büro des Senders in Jerusalem zu schließen. Wenn nötig, werde er dafür sogar Gesetze ändern.

Tempelbergkrise eskaliert

Metaldetektoren weg, trotzdem Zusammenstöße – Gewalt am Tempelberg spitzt sich zu

Tempelbergkrise eskaliert: Metaldetektoren weg, trotzdem Zusammenstöße – Gewalt am Tempelberg spitzt sich zu

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JerusalemDer israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat damit gedroht, das Büro des Senders Al Dschasira in Jerusalem zu schließen. Das Medienunternehmen habe mit seiner Berichterstattung „zu der Gewalt rund um den Tempelberg angestachelt“, schrieb Netanjahu am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. Der in Katar ansässige Sender war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Er habe wiederholt mit den Strafverfolgungsbehörden über eine Schließung gesprochen, ergänzte Netanjahu. Sollte sie gesetzlich nicht durchsetzbar sein, werde er für eine Änderung der Gesetze sorgen.

Die Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern ist zuletzt wieder eskaliert. Nach einem tödlichen Anschlag auf Polizisten in unmittelbarer Nähe des Tempelbergs installierte Israel dort Metalldetektoren, um den Schmuggel von Waffen zu verhindern. Danach kam es zu Zusammenstößen und Angriffen mit Toten und Verletzten auf beiden Seiten. Die von den Palästinensern heftig kritisierten Detektoren sind inzwischen wieder abgebaut.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich am Mittwoch besorgt über die anhaltende Gewalt. Er forderte Palästinenser und Israelis mit Nachdruck auf, sich mit Provokationen zurückzuhalten.

Von

rtr

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