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18.01.2011

23:26 Uhr

IT-Ausgaben

IBM profitiert von nachgeholten Investitionen

Die wichtigsten Volkswirtschaften haben sich von der weltweiten Wirtschaftskrise erholt. Die Unternehmen geben im Wachstum nun wieder mehr Geld für Computerdienstleistungen und Beratung aus - und davon profitiert der US-Anbieter IBM. Auch die Aktie bewegte sich nachbörslich.

Überrascht Analysten durch starke Zahlen: IT-Spezialist IBM. Quelle: DAPD

Überrascht Analysten durch starke Zahlen: IT-Spezialist IBM.

HB NEW YORK. Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM hat im vierten Quartal mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg auf 5,3 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahr hatte das Plus bei 4,8 Milliarden Dollar gelegen. "IBM ist gut positioniert, um von der Rückkehr wichtiger Volkswirtschaften nach der Krise zu profitieren", sagt Analyst Lou Miscioscia von Collins Stewart der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Je Aktie ergab sich damit ein Überschuss von 4,18 Dollar nach 3,59 Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 4,08 Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz erhöhte sich auf 29,0 Milliarden Dollar von zuvor 27,2 Milliarden Dollar.

Experten hatten mit lediglich 28,3 Milliarden Dollar kalkuliert. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gewinn je Anteilsschein von mindestens 12,56 Dollar nach 11,52 Dollar 2010. Im nachbörslichen Handel stieg die type="organisation" value="US4592001014">IBM-Aktie um 2,4 Prozent.

„Wir haben ein außerordentliches Jahr hinter uns“, sagte Konzernchef Samuel Palmisano am Dienstag am Firmensitz in Armonk (US-Bundesstaat New York). Und das gerade begonnene Jahr 2011 soll sogar noch besser laufen. Palmisano prophezeite einen steigenden Gewinn. Das hörten die Anleger gern.

Zum Schluss des Jahres stiegen sogar die Neuabschlüsse im Servicegeschäft wieder an, nachdem hier über zwei Quartale Flaute geherrscht hatte, und zwar um 18 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar. Börsianer schauen mit Argusaugen auf diesen Wert, weil er die Entwicklung der mit Abstand größten Sparte des Konzerns vorzeichnet. IBM gilt wegen seiner breiten Angebotspalette als Gradmesser für die gesamte IT-Branche und darüber hinaus.

Um seine Vormachtstellung zu festigen, will IBM Firmenzukäufe forcieren und bis 2015 mindestens 20 Milliarden Dollar dafür ausgeben. Als Wachstumsmarkt gilt besonders das Cloud Computing. Dabei lagern Programme oder Daten zentral auf großen Rechnern und werden nur bei Bedarf vom Arbeitsplatz-PC abgerufen.

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