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24.05.2012

04:32 Uhr

IT-Branche im Umbruch

Hewlett-Packard will 27.000 Angestellte entlassen

Die Befürchtungen haben sich bestätigt: Beim weltgrößten Computerhersteller Hewlett-Packard sollen 27 000 Leute gehen. Die Mitarbeiter müssen auch für die Fehler des Managements büßen.

Hewlett-Packard will massiv Stellen abbauen. dapd

Hewlett-Packard will massiv Stellen abbauen.

Palo AltoEin schwerer Schlag für die US-Technologieindustrie: Angesichts eines schrumpfenden Geschäfts stutz der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard seine Belegschaft. Voraussichtlich rund 27.000 Mitarbeiter müssen das Unternehmen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2014 verlassen. Das sind etwa 8 Prozent aller Beschäftigten.

„Ein Stellenabbau ist niemals leicht“, erklärte Konzernchefin Meg Whitman am Mittwoch. „Aber in diesem Fall ist er absolut notwendig.“ HP verkauft immer weniger Computer und Drucker. Der kalifornische Konzern droht sogar, die PC-Marktführerschaft an den chinesischen Rivalen Lenovo zu verlieren, der zuletzt merklich zulegen konnte.

In Medienberichten aus der vergangenen Woche war bereits von Plänen für massive Entlassungen die Rede. Durch die harten Einschnitte will HP 3,0 bis 3,5 Milliarden Dollar im Jahr sparen (2,4 bis 2,8 Mrd. Euro). Der Stellenabbau variiere je nach Land, erklärte das Unternehmen. Ein Teil der Mitarbeiter soll in Frühruhestand gehen.

IT-Branche im Umbruch: HP steht offenbar vor heftigem Stellenabbau

IT-Branche im Umbruch

HP steht offenbar vor heftigem Stellenabbau

Der IT-Konzern HP steht nach US-Medienberichten vor einem massiven Personalabbau.

HP leidet darunter, dass immer mehr Kunden zu einem Tablet-Computer oder ihrem Smartphone greifen und sich den Kauf eines neuen PC sparen. Erschwerend hinzu kamen in der jüngeren Vergangenheit Querelen und konfuse Entscheidungen im Management. Die frühere Ebay-Lenkerin Whitman hat den Job bei HP im September angetreten und räumt seitdem auf.

Im zweiten Geschäftsquartal von Februar bis April ging der Umsatz um 3 Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zurück und der Gewinn gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar nach. Im vorangegangenen Weihnachtsquartal war der Rückgang allerdings noch drastischer ausgefallen.

„Ich würde noch nicht so weit gehen zu sagen, wir haben die Kurve gekriegt“, sagte Whitman in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Aber wir machen Fortschritte.“ Es dauere, HP wieder in die Spur zu bringen. Alleine die Kosten für den Stellenabbau veranschlagt das Unternehmen mit 3,5 Milliarden Dollar.

Bei den Börsianern kamen die Sparpläne gut an. Zudem lief das Geschäft besser als befürchtet. Die Aktie stieg nachbörslich um 10 Prozent auf 23 Dollar. Für viele Anleger dürfte aber selbst dieser Sprung nur ein schwacher Trost sein: Vor einem Jahr kostete das HP-Papier noch 36 Dollar.

Selbst die einstige Geldmaschine von HP stottert: die Drucker. Der Umsatz der Sparte ging um satte 10 Prozent zurück. Whitman hatte im März angekündigt, die Drucker- mit der PC-Sparte zusammenzulegen. Das soll Verbesserungen bei Produktion, Einkauf, Kundendienst und Marketing bringen und sparen helfen.

Es ist eine radikale Abkehr von den Plänen von Whitmans Vorgänger, dem aus Deutschland stammenden Léo Apotheker. Der hatte das PC-Geschäft abspalten und sich auf IT-Dienstleistungen und Software konzentrieren wollen. Damit eckte er bei seinen Managerkollegen und bei den Anteilseignern an. Er musste schließlich gehen.

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Von

dpa

Kommentare (3)

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opsat

24.05.2012, 01:12 Uhr

same procedure as every time

Verstörend nur jedes Mal die Rhetorik der Medien.
Frau, wie war das - Withman oder so - räumt also auf?
Auf was bezieht sich das - "Aufräumen"? Nur auf die Korrektur falscher Entscheidungen oder die 27000?

Account gelöscht!

24.05.2012, 09:00 Uhr

Es ist kein Wunder, dass HP weniger PC's verkauft. Die Rechner sind einfach schlecht! Mein HP wird dauernt heiß und stürzt ab. Ich würde mir keinen HP mehr kaufen.

Account gelöscht!

24.05.2012, 10:17 Uhr

Die "Spitzen" Manager...

Wer soweit weg ist von seinen Kunden und dann auch noch gehen muss um jemand anderen die Entscheidungen treffen zulassen der ebenso weit weg ist von seinen Kunden kann ja nichts anderes erwarten.
Anstatt mal auf Innovationen zu setzen, bekommt man den selben mist mit einer anderen Farbe ausgeliefert.
Anstatt sich den Hype den (inzw. Verstorbener) Steve Jobs mit den Tablets lostrat, anzuschauen und entsprechend in diese Technologie zu invenstieren, machen sie was? Die Belegschaft dezimieren (ich glaube kaum das diese Leute sich jemals irgendetwas von HP kaufen würden).
Nein es rollen keine Köpfe an den richtigen Stellen. Leute reinzuholen die Visionen haben, die wissen was die Leute wollen und dann auch noch den Mumm zu beweisen zu Entscheiden, "Ja, wir machen das!"
Wie immer müssen die darunter leiden die das nie Mitentschieden haben...

Ich muss da immer an Herrn Volker Pispers denken:
Die USA durchlebt das ende des Kapitalismus.
Ich hatte nicht vor allzulanger Zeit geglaubt, das es nie zu meinen Lebzeiten dazukommen würde, das ich erleben darf das es mit dem Kapitalismus zu ende gehen würde.

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