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31.01.2014

11:23 Uhr

IT-Dienstleister

Bechtle erzielt 2013 neue Bestmarken

Der IT-Dienstleister Bechtle feierte 2013 einige Rekorde: Die Erlöse und das Vorsteuerergebnis – für Bechtle gab es hier Bestmarken. Das Unternehmen sei auch künftig für ertragreiches Wachstum exzellent aufgestellt.

Zahlreiche LAN-Kabel stecken in einem Server. Bechtle hat 6200 Beschäftigte. dpa

Zahlreiche LAN-Kabel stecken in einem Server. Bechtle hat 6200 Beschäftigte.

StuttgartDer IT-Dienstleister Bechtle hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn gesteigert. Vor Steuern kletterte der Gewinn um etwa zwölf Prozent auf rund 89 Millionen Euro, wie Bechtle am Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der Vorsteuergewinn war im Vergleichsjahr 2012 allerdings spürbar gesunken. Der Umsatz stieg 2013 um acht Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Im zweiten Halbjahr hatte die Nachfrage in Deutschland angezogen, wie das Unternehmen aus Neckarsulm bereits früher erklärt hatte. Seine Bilanz veröffentlicht Bechtle am 18. März.

Vorstandschef Thomas Olemotz hatte erst vor wenigen Tagen in einem Interview betont, dass der seit vielen Jahren als Firmenkäufer aktive IT-Dienstleister Ausschau nach Übernahmekandidaten hält. Bis 2020 will Olemotz den Umsatz auf fünf Milliarden Euro steigern. Der herstellerunabhängige Dienstleister vertreibt mehr als 56.000 Hard- und Software-Produkte. Als Systemhaus berät Bechtle mit gut 6200 Mitarbeitern Firmen und Verwaltungen und richtet die IT-Infrastruktur bei seinen Kunden ein.

An der Börse legte die im TecDax enthaltene Bechtle-Aktie zum Wochenschluss rund ein Prozent zu.

Deutsche Startups

Neue Gründerzeit

Manch einer spricht von einer neuen Gründerzeit: Immer mehr Start-ups versuchen in Berlin ihr Glück. Aber auch in anderen Teilen des Landes gibt es erfolgreiche IT-Unternehmen. Einige sind bereits über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt geworden. Ein Überblick.

Researchgate

Researchgate ist ein Online-Netzwerk für Wissenschaftler. Dort tummeln sich Biologen, Chemiker aber auch Philosophen. Die Idee: Forscher sollen sich inhaltlich austauschen und Kontakte knüpfen können. Der studierte Virologie Ijad Madisch gründete die Firme mit zwei Freunden. Längst sind Investoren aus den USA aufmerksam geworden – darunter Microsoft-Gründer Bill Gates: Er steckte im Juni 2013 gemeinsam mit Tenaya Capital 35 Millionen Euro in Researchgate.

Wooga

Der Spiele-Anbieter Wooga profitierte in seinen Anfangsjahren vom Boom der Sozialen Netzwerke: Immer mehr Nutzer verbrachten immer mehr Zeit bei StudiVZ, Facebook und Co – und begeisterten sich für Spiele wie „Monster World“, die das Berliner Start-up dort anbot. Inzwischen steckt Wooga mehr Anstrengungen in die Apps für mobile Geräte. Weltweit verzeichnet die Firma monatlich 50 Millionen Nutzer.

Bigpoint

Kein klassisches Start-up mehr ist Bigpoint: Heiko Hubertz gründete die Firma bereits 2002. Sie bietet Spiele wie „Drakensang Online“ und „Farmerana“ an, sowohl eigene Entwicklungen wie auch die anderer Hersteller. Die mehr als 300 Millionen registrierten Nutzer können grundsätzlich kostenlos spielen, zahlen aber für Extras. 2012 war allerdings ein schwieriges Jahr: Weil sich das Geschäft schlechter entwickelte als erwartet, strich das Unternehmen 120 Stellen und schloss das Studio in San Francisco. Dieses Jahr will Bigpoint wieder wachsen.

Soundcloud

Der schwedische Unternehmer Alexander Ljung hat sich bewusst für den Standort Deutschland entschieden: Er gründete seine Firma Soundcloud in der Hauptstadt. Sie bietet eine Plattform an, auf die Nutzer eigene Audioproduktionen hochladen können und mit anderen teilen können. Monatlich nutzen 250 Millionen Menschen den Dienst.

6Wunderkinder

Das Start-up 6Wunderkinder entwickelt eine Anwendung, mit der Nutzer ihren Alltag wie auch ihre Arbeit organisieren können sollen. Die Basisversion ist kostenlos, die Team-Version kostet eine monatliche Gebühr. Bislang hat das Unternehmen nur sechs Millionen Nutzer, aber eine Partnerschaft mit dem bekannten Kapitalgeber Sequoia Capital rückt das junge Unternehmen ins Rampenlicht.

Zalando

Hinter dem Online-Modehändler Zalando stehen die Samwer-Brüder, die sich als Seriengründer von Internet-Unternehmen einen Namen gemacht haben. Der Umsatz ist seit der Gründung 2008 rasant auf 1,15 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gewachsen, allerdings arbeitet der Händler nicht profitabel. Internationale Investoren, darunter die deutsche Tengelmann-Gruppe und ein kanadischer Rentenfonds, finanzieren die internationale Expansion.


Von

rtr

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