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10.08.2012

08:50 Uhr

IT-Dienstleister

Neue Stellen lassen Gewinn bei Bechtle sinken

Obwohl der IT-Dienstleister Bechtle mehr Desktop-PC, Laptops und Server verkaufte, verhagelte der anhaltende Preisdruck und die Aufstockung der Belegschaft den Gewinn. Er ist nun um 21 Prozent geschrumpft.

Eine Laptopinstallation auf der Computermesse CeBIT. dpa

Eine Laptopinstallation auf der Computermesse CeBIT.

StuttgartDie Aufstockung der Belegschaft und der anhaltende Preisdruck haben Bechtle erneut die Gewinnmarge verhagelt. Im Frühjahrsquartal kletterte der Umsatz zwar um 8,4 Prozent auf 495 Millionen Euro, da der IT-Dienstleister und -Händler mehr Desktop-PC, Laptops, Drucker und Server an seine mittelständischen Kunden und die öffentliche Hand verkaufte. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen sei jedoch um 21 Prozent auf 15,4 Millionen Euro geschrumpft, teilte das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn in seinem am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht mit.

"Auf der Ertragsseite erscheint es nach dem Verlauf des ersten Halbjahres zwar durchaus ambitioniert, das Niveau des Vorjahres zu halten beziehungsweise zu übertreffen", spornte Vorstandschef Thomas Olemotz die binnen Jahresfrist um mehr als 700 Beschäftigte auf knapp 5750 Mitarbeiter gewachsene Belegschaft an. Vor Bechtle lägen aber zwei "starke" Quartale, daher könne das Unternehmen sein Ziel bis Ende dieses Jahres nach wie vor erreichen.

Bereits im Auftaktquartal hatten der Preisdruck im Handel und im IT-Wartungsgeschäft sowie der Stellenaufbau am Gewinn und der Ertragskraft von Bechtle geknabbert. In den Monaten April bis Juni schrumpfte die auf den Vorsteuergewinn von 15,1 Millionen Euro bezogene operative Marge auf 3,1 von 4,4 Prozent vor Jahresfrist.

"Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf unseren Absatzmärkten und dem deutlichen Mitarbeiteraufbau sind wir mit unserem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr zufrieden", sagte Vorstandschef Olemotz. In einigen europäischen Ländern habe Bechtle zwar die Auswirkungen der Schuldenkrise zu spüren bekommen, auf dem deutschen Heimatmarkt sei die Nachfrage und Investitionsneigung der Kunden aber unverändert solide. Das vor 39 Jahren gegründete Unternehmen könne daher beim Umsatz im laufenden Jahr voraussichtlich stärker als der Markt wachsen.

Kommentare (1)

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Stephan87

13.08.2012, 00:44 Uhr

5750 Mitarbeiter bei einem ebit von 15 Mio. Euro...
Autsch kann ich da nur sagen. Da kann sich jeder selbst ausrechnen was bei einer Konjunkturverschlechterung (die vor der Tür steht) und damit sinkender Nachfrage passieren wird.

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