Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.11.2013

09:39 Uhr

IT-Dienstleister

Schrumpfendes Telekomgeschäft setzt QSC zu

Der Konzernumbau schreitet voran, fordert aber weiterhin einen Tribut. Mit weniger Umsatz und Gewinn startet QSC in das letzte Viertel des Geschäftsjahres. Ehrgeiziges Ziel: eine Ebitda-Marge von 17 Prozent – mindestens.

Ein Kabelbündel bei QSC in Köln: Der Preiskampf auf dem Telefonmarkt lastet auf der Bilanz. PR

Ein Kabelbündel bei QSC in Köln: Der Preiskampf auf dem Telefonmarkt lastet auf der Bilanz.

DüsseldorfAbschreibungen und der Preiskampf auf dem Telefonmarkt lasten auf der Bilanz des Telekom- und IT-Unternehmens QSC. Im dritten Quartal sanken Umsatz und Gewinn des Kölner Unternehmens etwas stärker als von Analysten erwartet. QSC zeigte sich angesichts der Fortschritte beim Konzernumbau aber zuversichtlich, die im März aufgestellte Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Die Anleger konnte das Unternehmen damit aber nicht überzeugen: Kurz nach Handelsbeginn notierte die Aktie 3,4 Prozent im Minus bei 4,41 Euro.

QSC fährt das reine Telekommunikations-Geschäft mit schnellem Internet und Telefonie zurück, da es sich immer weniger lohnt. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen auf Geschäftskunden, denen es IT-Serviceleistungen oder Speicherdienste in Rechenzentren (Cloud Computing) anbietet. Doch das Wachstum im neuen Geschäftsfeld genügte nicht, um die Rückgänge im klassischen Telekomgeschäft, in dem QSC sein Angebot noch über Wholesale-Partner wie United Internet und an mittelständische Unternehmen vertreibt, zu kompensieren. Der Gesamtumsatz sank im dritten Quartal auf 113,8 von 120,5 Millionen Euro.

Größte Callcenter-Betreiber in Deutschland (Umsatz 2011)

Platz 6

Buw Holding

106,1 Millionen Euro

Platz 5

Avocis Deutschland

109 Millionen Euro

Platz 4

SNT Deutschland

120 Millionen Euro

Platz 3

Sitel

121,9 Millionen Euro

Platz 2

Walter Services

190,4 Millionen Euro

Platz 1

Arvato Customer Services

752,7 Millionen Euro

Quelle: callcenterprofi.de

Wie der Erlös so wurde auch der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von gesunkenen Gebühren für Mobilfunk und Festnetz belastet, wie QSC mitteilte. Er sank auf 19,4 von 20,4 Millionen Euro. Der Ausbau des Netzes und der Speicherkapazitäten in den Rechenzentren für neue Kunden hätten die Ertragskraft hingegen kaum beeinträchtigt. Jedoch belastete die Verschmelzung der Hamburger Beratungsfirma Info AG auf QSC, die Abschreibungen mit sich zog, den Betriebsgewinn. Unter dem Strich sank der Gewinn auf 4,7 von 7,3 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 114 Millionen Euro, einem Ebitda von 19,9 Millionen Euro und einem Überschuss von 5,26 Millionen Euro gerechnet.

Für das Gesamtjahr plant QSC weiter einen Umsatz von mindestens 450 Millionen Euro, eine Ebitda-Marge von mindestens 17 Prozent und einen Free Cashflow von mindestens 24 Millionen Euro. Im dritten Quartal erreichte die operative Rendite die Zielmarke.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×