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28.07.2011

08:21 Uhr

IT-Dienstleister

Software AG enttäuscht mit Quartalszahlen

Das operative Ergebnis des Software-Konzerns bleibt mit knapp 59 Millionen auf Vorjahresniveau. Der Vorstandsvorsitzende Streibich sieht die Jahresziele aber nicht in Gefahr.

Der Stand der Software AG auf der CeBIT 2011. Quelle: PR

Der Stand der Software AG auf der CeBIT 2011.

FrankfurtDie Software AG hat sich unzufrieden über ihr Geschäft im abgelaufenen Vierteljahr geäußert. „Im zweiten Quartal 2011 wurden die Potenziale unserer Projektpipeline nicht ausgeschöpft“, räumte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Streibich bei der Vorlage der Zahlen am Donnerstag ein.

Daher seien Bereiche umstrukturiert worden und die Vertriebsleitung für den Bereich EMEA (ausgenommen für den deutschsprachigen Raum) ausgewechselt worden. Ziel der Maßnahmen sei es, das Portfolio der Software AG in Branchenlösungen zu bündeln, um den Kundennutzen klarer zu adressieren und den Vertriebsprozess zu vereinfachen.

Das operative Ergebnis (Ebit) stagnierte im zweiten Quartal mit 58,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, wie der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern mitteilte. Der Konzernumsatz sank infolge des stärkeren Euro um 10,6 Millionen Euro auf 257,1 Millionen Euro, währungsbereinigt entsprach er dem Vorjahreswert. Das wichtige Geschäft mit Lizenzen und Wartungen ging auf 151,2 Millionen Euro (Vorjahr 161,9 Millionen) zurück, da einzelne
Lizenzabschlüsse nicht wie geplant zum Abschluss kamen.

Das Umsatzpotenzial für das zweite Halbjahr 2011 sei auf Basis der erwarteten Lizenzabschlüsse und Beratungsprojekte weiterhin gut, teilte das Unternehmen weiter mit. Im Geschäft mit IT-Integration und der Optimierung von Geschäftsprozessen (BPE) werde im dritten Quartal mit einem Lizenzwachstum von deutlich über 20 Prozent gerechnet.

Für das Gesamtjahr 2011 bestätigt der Konzern seine Prognose, wonach ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent und eine Gewinnsteigerung von 10 bis 15 Prozent erwartet werden. Die Software AG hatte bereits Mitte Juli mit unerwartet schwachen Eckzahlen für das abgelaufene Vierteljahr ihre Aktien auf Talfahrt geschickt. Die Papiere stürzten in den Tagen nach Veröffentlichung der Zahlen insgesamt um rund 24 Prozent ab.

Der deutlich größere US-Rivale IBM und der deutsche Branchenprimus SAP konnten die Furcht vor einer sinkenden Nachfrage nach Software jedoch mit glänzenden Quartalszahlen und vollen Auftragsbüchern vertreiben, in der Folge machten auch die Software AG-Aktien einen Teil der Verluste wieder wett.

Von

rtr

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